Krämerbrücken-FAQ

Neun Dinge, die Sie unbedingt über die Krämerbrücke wissen müssen

Über welchen Fluss führt die Krämerbrücke?

Die Krämerbrücke überspannt die Gera, im Mittelalter noch Erphes genannt. Dieser 85 Kilometer lange Fluss entspringt mit zwei Hauptquellen im Kammgebiet des Thüringer Waldes rund um den Schneekopf. Flüsse waren den Händlern vergangener Jahrhunderte immer ein Graus. Sie waren damals bei weitem nicht so reguliert wie heute und waren daher erstens eine Gefahrenquelle und zweitens ein Verkehrshindernis. Somit war der Bau von Brücken überlebenswichtig für eine erfolgreiche Handelsstadt.

Seit wann gibt es die Krämerbrücke in Erfurt?

Ganz genau kennt man die Urprungsjahre des ersten Brückenbauwerks nicht. Eine Schrift aus dem Jahre 1175 erwähnte erstmals eine Holzbrücke über die Gera, allerdings im Zusammenhang mit einem vernichtenden Brand.

Vorher war die Durchfahrt im Stadtgebiet nur durch eine Furt möglich. Aus dieser Zeit stammt übrigens auch der Ortsname Erfurt (Erphesfurt, die Furt durch die Gera). Ständig neue Brände an der Brücke zogen sich durch die nächsten 120 Jahre. Erst im Jahre 1325 wurde die Steinbrücke mit acht Tonnengewölben in der heutigen Form errichtet.

Welche Bauwerke markierten Anfang und Ende der Krämerbrücke?

Das ist wahrhaftig besonders: An beiden Brückeneingängen steht jeweils eine Kirche. Die Ägidienkirche bewacht den östlichen Aufgang; an der Westseite stand die Benediktikirche.

Die Krämerbrücke ist auch im Winter ein Highlight

Wieviele Häuser stehen heute auf der Krämerbrücke?

Im frühen Mittelalter standen 62 schmale Häuser auf der Brücke. Heute wohnen und arbeiten in 32 Fachwerkäusern Händler und Handwerker in der Tradition der alten Krämer. Die Gebäude stammen aus der Zeit nach 1475. In diesem Jahr fielen die alten Buden und Häuser zum wiederholten Male dem Feuer zum Opfer.

Wem gehören die Häuser auf der Krämerbrücke?

Die meisten der alten Krämerbrückenhäuser gehören der Stadt Erfurt. Davon ausgenommen sind die Gebäude mit den Hausnummern 15, 20, 24 und 33. Diese befinden sich in Privatbesitz. Die Verwaltung und Vermietung der städtischen Krämerbrückenhäuser – immerhin gehören sie zu den begehrtesten Handelsstandorten Erfurts – nimmt die eigens dafür gegründete Stftung Krämerbrücke vor.

Wie lang ist die Krämerbrücke?

Die Krämerbrücke ist 120 Meter lang und damit die längste bebaute Brücke nördlich der Alpen.

Was für Gebäude prägen die Krämerbrücke?

Die Bebauung der Krämerbrücke entspricht dem regionalen Standard Thüringens zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert. Die wichtigsten Baustoffe gab es in und um Erfurt in Hülle und Fülle: Steine für die Fundamente, Bauholz aus den Thüringer Wäldern für die Fachwerkkonstruktion sowie Lehm und Stroh zum Ausfachen. Und so stehen viele dieser Häuser noch so da, wie sie vor Hunderten von Jahren gebaut wurden. Denn anders als man landläufig denkt, ist ein Fachwerkhaus bei guter Pflege sehr langlebig. Die verwendeten Materialien sind nachhaltig und langlebig.

Wann hat die Krämerbrücke geöffnet

Öffnungszeiten gibt es auf der Krämerbrücke nicht. Das Bauwerk ist durchgängig offen.

Muss man für die Besichtigung der Krämerbrücke Eintritt bezahlen?

Nein, Erfurt ist doch nicht Venedig. Die Krämerbrücke ist öffentlich zugänglich. Ohne Eintrittsgelder zu zahlen, können Sie entspannt zwischen den schmalen bunten Häusern hindurchspazieren.

 

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