Bekannte und verborgene Schätze öffnen ihre Türen zu den Denkmaltagen
80 Denkmale, mehr als 150 Führungen und 700 Jahre steinerne Krämerbrücke
Das diesjährige Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ stellt die Frage nach dem Wert von Denkmalen und ihrer Bewahrung: Was wäre Erfurt ohne Denkmale? Was würde fehlen? Die Denkmaltage bieten eine hervorragende Gelegenheit, diese Fragen mit Leben zu füllen und die Einzigartigkeit der historischen Bauwerke, Orte und Traditionen sichtbar zu machen.
Feierlich eröffnet werden die Denkmaltage am 9. September um 18:30 Uhr an der Krämerbrücke. Im Fokus steht dabei das Jubiläum „700 Jahre steinerne Krämerbrücke“. Rund 25 Programmpunkte, darunter Führungen, Vorträge, Theaterinszenierungen und sogar Yoga an der Brücke, widmen sich diesem europaweit einzigartigen bewohnten Denkmal.
Blick ins Programm
Auch abseits der Krämerbrücke hält das Programm zahlreiche Höhepunkte bereit. So bietet beispielsweise das Denkmal Saline mit Malakow-Turm am 14. September um 13:00 Uhr und 14:00 Uhr Führungen durch Mitglieder des Bergmannsvereins Erfurt e. V. an. Ebenfalls neu im Programm ist die kürzlich unter Denkmalschutz gestellte Hofanlage in Möbisburg, die am 9. und 10. September besichtigt werden kann. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr sind die Führungen zur Baugeschichte und zum Dachstuhl der Thüringenhalle am 13. September (13:00 Uhr, 14:15 Uhr und 15:00 Uhr). Hoch hinaus geht es auch in der Severikirche, wo am 10. September um 14:00 Uhr eine exklusive Führung zum einzigartigen Dachstuhl und den Glocken stattfindet.
Ein weiterer Ort, den es zu entdecken gilt, ist das Denkmalareal Bahnhallengelände in der Thomasstraße. Am 11. September können Interessierte an einer Führung teilnehmen, beim „Tankstellentreff“ über die Zukunft des Geländes mitplaudern oder die Ausstellung „Bahnhallen-Zukünfte“ bis einschließlich Sonntag besuchen. Gezeigt werden Entwürfe zu den Bahnhallen von Architekturstudierenden der Bauhaus-Universität Weimar und der Fachhochschule Erfurt.
Neben dem Krämerbrückenjubiläum werden im Rahmen der Denkmaltage vom 10. Bis 14. September auch 900 Jahre Engelsburg gefeiert – mit Führungen, Vorträgen, einem Skatturnier und einem Mittelalteressen.
Ein weiteres Jubiläum würdigt den Erfurter Gartenbaupionier Christian Reichart. Zwei Ausstellungen sind ihm gewidmet: Zum einen zeigt das Stadtarchiv „Christian Reichart – Der Mensch hinter dem erwerbsmäßigen Gartenbau“, zum anderen wird am 12. September um 11:00 Uhr im Hirschgarten die Ausstellung des Deutschen Gartenbaumuseums „Danke, Christian“ eröffnet. Sie bildet den Auftakt eines Ausstellungsparcours mit insgesamt sechs Pavillons im Stadtgebiet.
Auch in den städtischen Museen erwartet die Gäste ein umfangreiches Angebot, darunter ein Museumsfest für die ganze Familie im Museum für Thüringer Volkskunde (Denkmal Großes Hospital) am 13. September mit kreativen Mitmachaktionen, Führungen und Musik. Auch Führungen im Stadtmuseum, im Schloss Molsdorf, im Erinnerungsort Topf & Söhne oder im Benary-Speicher sowie ein Konzert mit dem „Ensemble Majore“ in der Barfüßerkirche finden am 14. September, dem Tag des offenen Denkmals, statt. Ein besonderer Bonus: Die städtischen Museen öffnen an diesem Sonntag eintrittsfrei.
Nach einer Pause wieder mit dabei sind die Führungen zum gartenbauhistorischen Denkmal, der Brunnenkresse, am 13. September um13:00 Uhr, 15:00 Uhr und 17:00 Uhr.
Für diese und einige weiteren Besichtigungen ist aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen eine Voranmeldung erforderlich, während man am Großteil der Veranstaltungen spontan teilnehmen kann. Alle Details sind dem Programm der Denkmaltage zu entnehmen.
Unbezahlbare Entdeckungen
Am Samstag, dem 13. September, lädt der Turmtag „Erfordia Turrita“ zum Besteigen zahlreicher Kirchtürme ab 13:00 Uhr ein. Am Sonntag öffnen das Forsthaus Willrode und die Heiligen Mühle ihre Tore für das Hoffest und Besichtigungen. Unersetzliche Denkmale gilt es auch außerhalb der Innenstadt zu entdecken, wie etwa das mittelalterliche Quellenwerk Peterborn, den ehemaligen Burghof in Vieselbach, die Grundriss-Freifläche der Dorfwüstung in der Sulzer Siedlung sowie zahlreiche offene Kirchen in Töttleben, Bischleben, Niedernissa, Kühnhausen, Windischholzhausen, Büßleben, Bechstedt-Wagd, Molsdorf und Urbich.
Das komplette Programm der Denkmaltage 2025 ist online unter Denkmaltage Erfurt sowie in gedruckter Form – beispielsweise in der Erfurt Tourist Information am Benediktsplatz – erhältlich.
Die Erfurter Denkmaltage 2025 werden durch die Kulturdirektion und die Denkmalbehörde der Stadtverwaltung Erfurt organisiert.
Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt