Freizeiteinrichtung öffnet nach Sanierung
Ein barrierefreier Dusch- und ein WC-Container ermöglichen die Badnutzung für alle mit oder ohne Einschränkungen. Die vorhandenen Umkleiden im Eingangsgebäude werden in dieser Saison nochmals genutzt, sie wurden gemalert und aufgewertet. Ursprüngliche Planung war, dass auch die Sanitärräume durch Renovierung aufgewertet werden können. Eine Nutzbarkeit des Sanitärgebäudes ist aber nicht mehr gegeben. Interimsweise werden für diese Saison ein WC- und ein Duschcontainer genutzt.
Das Bäderteam gestaltete in Eigenregie das alte Kinderbecken zum Matschplatz um. Hier können auch Dinos ausgegraben werden. Ein Sonnensegel spendet künftig Schatten am Kinderbecken und Matschplatz. Auch das wurde in Eigenregie der Bäder und unterstützt durch die Firma Metallbau Möller Erfurt als Sponsor der Masten umgesetzt.
„Die Gesamtkosten für die Sanierung des beliebten Ortsteilbades belaufen sich auf 4,8 Mio. Euro. Vom Bund wurden Fördermittel in Höhe von 2.038.300 Euro aus dem Bundesprogramm ‚Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung‘ bereitgestellt. Die Landeshauptstadt Erfurt hat einen Eigenanteil von 2.514.242,40 Euro eingebracht und den ursprünglichen Anteil auch noch einmal erhöht, als dies in der Umsetzungsphase erforderlich wurde. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Ca. 270.000 Euro sind Eigenmittel der SWE Bäder GmbH“, schlüsselt Bädergeschäftsführer Dirk Hesse die Kosten der Badsanierung auf. Er erinnerte: „Ein Freibad ist weit mehr als ein Ort zum Schwimmen. Es ist ein Treffpunkt für Familien, für Sport, Gesundheit und Gemeinschaft.
Viele Menschen verbinden mit diesem Ort Erinnerungen an ihre Kindheit, an unbeschwerte Sommertage und an gemeinsame Erlebnisse mit Familie und Freunden. Umso mehr freuen wir uns, heute ein modernes und attraktives Freibad eröffnen zu können, dass diesen wichtigen Auftrag auch in Zukunft erfüllen wird.“
Zu den Eröffnungsgästen gehörte Steffen Schütz, Thüringer Minister für Digitales und Infrastruktur. Er betonte: „Die Wiedereröffnung des Freibads Möbisburg zeigt, dass sich gemeinsamer Einsatz und Ausdauer lohnen. Hier wurde mehr als nur ein Ort zum Baden saniert. Freibäder sind Orte, an denen Menschen zusammenkommen, Bewegung und Freizeit im Mittelpunkt stehen und künftige Generationen das Schwimmen lernen. Zwei Millionen Euro Bundesförderung sind hier gut in Sport, Bildung und Lebensqualität vor Ort investiert – und damit in die Zukunft unserer Gemeinschaft.”
Das Bad ist den Möbisburgern besonders ans Herz gewachsen. Viele von ihnen packten in den 1970er-Jahren in ihrer Freizeit beim Bau des Freibades mit an. Ursprünglich war das beliebte Familienbad als Feuerlöschteich für die benachbarte Schuhleistenfabrik gedacht. Für die Bewohner des Ortsteils Möbisburg, aber auch des gesamten Südens von Erfurt, hat das 1977 eröffnete Bad einen besonderen Stellenwert. Idyllisch am Rande der Stadt und am Gera-Radweg gelegen, schätzen es die Stammgäste vor allem wegen des großzügigen Schwimmbeckens, der weitläufigen Liegewiesen, alten schattenspendenden Bäumen und Spiel- bzw. Sportangeboten für die ganze Familie.
Nach Abschluss aller Baumaßnahmen sollte das Ortsteilbad 2025 wieder für die Badegäste öffnen. Die komplizierte Lage am Rohstoffmarkt und in der Baubranche sorgte dafür, dass sich die Arbeiten verzögerten und das Bad nun in der Saison 2026 startet. Oberbürgermeister Andreas Horn betonte zur Eröffnung am 5. Juni: „Schwimmbäder als freiwillige Leistung zu erhalten und zu sanieren, ist für viele Kommunen eine Mammutaufgabe, an der sie aufgrund knapper Kassen zunehmend scheitern. Infolge müssen in Deutschland immer mehr dieser Einrichtungen schließen. Ich bin sehr froh, dass es uns in Erfurt mit Unterstützung des Stadtrats und der Förderung durch den Bund gelungen ist, vor allem den Menschen im Erfurter Süden wieder eine attraktive Freizeiteinrichtung zur Verfügung zu stellen. Damit können die Erfurterinnen und Erfurter erstmals seit fast sechs Jahren wieder die gesamte Vielfalt der Freibäder in der Landeshauptstadt nutzen.“
Das Freibad Möbisburg ist das letzte der Erfurter Bäder, das saniert werden kann. Bundestagsabgeordnete, Landtagsabgeordnete, Stadträte, die Möbisburger und der 2011 gegründete Förderverein engagierten sich in den vergangenen Jahren für den Erhalt des Ortsteilbades. Ohne Fördermittel war eine Sanierung aber nicht zu stemmen. Neben der umfangreichen Beckensanierung muss auch die heute verpflichtende Badewassertechnik eingebaut werden.
Wetterbedingt können bestimmte Bereiche in der Grünanlage noch nicht betreten werden und müssen deswegen noch für die nächsten vier bis sechs Wochen abgesperrt bleiben. Deswegen gilt ein geminderter Eintritt.
Eintrittspreise für die aktuelle Saison
- Erwachsene 4,00 Euro
- Ermäßigte 2,00 Euro
- Kinder bis 16 Jahre 2,00 Euro
Die Öffnungszeiten der Vor- und Nachsaison – montags bis freitags von 11:00 bis 19:00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10:00 bis 19:00 Uhr – bleiben im Freibad Möbisburg auch in der Hauptsaison bestehen. Während der Sommerferien wird die tägliche Öffnungszeit montags bis freitags somit lediglich um zwei Stunden reduziert, samstags und sonntags um nur eine Stunde. Gleichzeitig erhalten die Objektverantwortlichen vor Ort die Möglichkeit, flexibel auf Wetterlage und Besucheraufkommen zu reagieren. Bei sehr gutem Badewetter und hoher Nachfrage kann das Bad daher auch weiterhin spontan bis 20:00 Uhr geöffnet bleiben.
Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt