Foto: Industriegebiet in Erfurt/Archiv ich liebe Erfurt

 

Stadt und IHK wollen Zusammenarbeit im Interesse der Erfurter Wirtschaft weiter verbessern

Die Wirtschaft in Erfurt steht vor zahlreichen Herausforderungen. Gestiegene Energie- und Rohstoffpreise, Arbeits- und Fachkräftemangel, aber auch der Markteintritt neuer Wettbewerber fordern die einheimische Wirtschaft in einem bisher nicht bekannten Ausmaß. Gerade vor dem Hintergrund dieser schwierigen Rahmenbedingungen ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Unternehmen, sichere Arbeitsplätze und damit auch Steuereinnahmen für die Kommune.

Die Landeshauptstadt Erfurt hat sich insgesamt hervorragend entwickelt. Zugleich zeigen die regelmäßigen Unternehmensbefragungen der IHK Erfurt, dass die Betriebe hohe Erwartungen an einen modernen Wirtschaftsstandort haben, gerade bei Tempo und Transparenz von Genehmigungsverfahren. Auch die Standortanalyse der IHK Erfurt bewertet Erfurt insgesamt gut und benennt in diesen Punkten zugleich Verbesserungspotenzial. „Meine Gespräche mit Erfurter Betrieben und Investoren bestätigen beides: Die Stadt hat sich stark entwickelt, und gleichzeitig wünschen sich Unternehmen schnellere Verfahren. Genau dort wollen wir als IHK gemeinsam mit der Stadt ansetzten“, so Peter Zaiß, Präsident der IHK Erfurt.

Oberbürgermeister Andreas Horn hat die Wirtschaftsförderung deshalb schon als eine seiner ersten Amtshandlungen Chefsache gemacht. „Erfurt ist ein starker Wirtschaftsstandort. Als Stadt müssen wir aber besser werden: Wo Genehmigungsverfahren schneller und transparenter laufen können, müssen die Verfahren angepasst werden. Diesen Anspruch haben die Unternehmen zu Recht“, so Oberbürgermeister Andreas Horn.

„Dennoch sind nicht immer alle Prozesse und Verwaltungsverfahren so transparent und schnell, wie es sich die Wirtschaft und ich es uns wünschen. Die Stadt und die IHK arbeiten eng zusammen. Diesen Austausch wollen wir im Interesse der Erfurter Wirtschaft noch weiter verbessern“, so Horn weiter.

Bei der Sitzung des Erfurter IHK-Wirtschaftsbeirates am 23. Juni 2026 auf dem Wirtschaftskongress „erwicon“ haben Stadt und IHK ihre Zusammenarbeit nun auf eine feste Grundlage gestellt. Für die Erfurter Unternehmen gilt künftig ein klarer und kurzer Weg: Erreichen die IHK Nachfragen oder Beschwerden, die das Verwaltungshandeln betreffen, klärt sie diese gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Stadt. Die Wirtschaftsförderung koordiniert die Abstimmung innerhalb der Stadtverwaltung. Lässt sich ein Anliegen auf Arbeitsebene nicht lösen, kommt es in eine quartalsweise Gesprächsrunde unter Leitung des Oberbürgermeisters.

„Mit diesem festen Weg besprechen wir Anliegen der Unternehmen schnell und offen und lösen sie im Sinne des Standortes. Davon profitieren am Ende alle: die Betriebe, ihre Beschäftigten und die ganze Stadt“, sind sich Horn und Zaiß einig.

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt