Foto: Versorgung zum Krämerbrückenfest/Redaktion

 

Bei strahlendem Sonnenschein ist am Sonntag eines der größten und traditionsreichsten Stadtfeste Thüringens zu Ende gegangen. Drei Tage lang war die Erfurter Altstadt ein Schaufenster für die Vielfalt der Kultur in der Stadt – von Musik aller Genres, Kunst, Schauspiel und Yoga bis hin zu umfangreichen Mittelalterlichem Treiben hinter der Krämerbrücke.

Lokale und regionale Künstler präsentierten sich an acht Veranstaltungsorten

Was vor mehr als fünf Jahrzehnten als Fest rund um die historische Krämerbrücke begann, hat sich zu einem kulturellen Aushängeschild der Landeshauptstadt entwickelt. Bis heute ist das Krämerbrückenfest dabei seinem Grundgedanken treu geblieben: Es wird von Erfurt für Erfurt gestaltet. Zahlreiche Vereine, Kulturschaffende, Initiativen, Veranstalter und Partner aus der Stadt prägen das Programm und machen das Fest jedes Jahr zu einem Spiegelbild der vielfältigen Erfurter Kulturszene.

„Das Krämerbrückenfest zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie lebendig und vielfältig unsere Stadt ist. Es bringt Menschen zusammen, schafft Begegnungen und macht Erfurt weit über die Stadtgrenzen hinaus als Kulturstadt sichtbar. Mein Dank gilt allen Beteiligten, Partnern, Sponsoren, Einsatzkräften sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Unterstützung und ihr Verständnis“, resümiert Oberbürgermeister Andreas Horn.

Über 170.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnet das diesjährige Krämerbrückenfest. Durch die Weiterentwicklung der einzelnen Bühnenstandorte wurden diese erstmals, aufgrund ihrer gestiegenen Relevanz, gesondert in die Besucherzählung einbezogen. Daraus ergibt sich ein leichtes Besucherplus, das sich auf alle Veranstaltungsbereiche verteilt. Das Organisationsteam zeigt sich mit dem Verlauf des Festes sehr zufrieden.

„Besonders erfreulich ist, dass die gezielte Weiterentwicklung unserer Bühnen- und Veranstaltungsbereiche sichtbar Wirkung zeigt. Die Besucher haben das gesamte Festgelände genutzt und die Angebote an allen Standorten sehr gut angenommen. Gleichzeitig verzeichnen wir seit Jahren steigende Bewerberzahlen. Auch in diesem Jahr haben sich wieder so viele Händler wie noch nie um eine Teilnahme am Krämerbrückenfest beworben. Das zeigt, wie attraktiv und beliebt das Fest geworden ist und bestätigt unseren Weg, lokale und regionale Künstler stärker in den Mittelpunkt zu rücken und die Vielfalt der hiesigen Kulturszene sichtbar zu machen“, sagt Maximilian Wolf, Abteilungsleiter für Events und Großveranstaltungen in der Kulturdirektion.

„Das Krämerbrückenfest ist ein großartiges Schaufenster für Kultur und Lebensfreude in Erfurt inmitten einer der schönsten Städte Deutschlands“, findet Kulturdirektor Christian Horn. „Das finanzielle Engagement der Stadt, die starken Sponsoringleistungen und der hohe persönliche Einsatz aller Akteurinnen und Akteure liefern ein kostenfreies Bühnenprogramm, welche das Fest zu einem buchstäblichen Volksfest machen.“

Vielfalt auf acht Bühnen, zahlreichen Aktionsflächen und an der Krämerbrücke

Auf acht Bühnen sowie zahlreichen weiteren Veranstaltungsflächen präsentierten mehr als 150 Programmpunkte die ganze Bandbreite kulturellen Lebens in Erfurt und Thüringen. Regionale Künstlerinnen und Künstler standen dabei ebenso im Mittelpunkt wie nationale und internationale Gäste. Stars wie KAMRAD, Joris, MiA., Il Civetto, Lou Bega auf dem Domplatz, Hip-Hop, Streetculture und Graffiti auf dem Rathausparkplatz, musikalischer Nachwuchs aus ganz Deutschland in der Barfüßerruine, Soul, Jazz, R’n’B und Sport im Brühler Garten und sommerliche Rhythmen zu traditionellem Handwerk auf dem Wenigemarkt begeisterten die Besucherinnen und Besucher.

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Foto: Domplatz Freitagabend/Redaktion

Im Mittelpunkt des Festwochenendes stand erneut die Krämerbrücke als Wahrzeichen der Stadt. Die Kunstinstallation „Schichtung“ des Meißener Künstlers Matthias Lehmann regte Besucherinnen und Besucher dazu an, Architektur, Licht und Stadtraum auf besondere Weise wahrzunehmen. Großen Zuspruch erhielt auch der Mittelaltermarkt hinter der Krämerbrücke. Historisches Handwerk, Musik, Ritterkämpfe und zahlreiche Mitmachangebote machten das Areal zu einem der beliebtesten Anziehungspunkte des Festes.

Erfurter Gemeinschaft – Sichtbar auch nach außen

Dass das Krämerbrückenfest mit seinem rundum kostenlosen Kulturangebot vor allem ein Fest der Erfurter und der Gemeinschaft ist, wurde nicht nur im vielfältigen Familienangebot sichtbar: Die TOGGO Tour auf dem Theaterplatz, Straßenmusik auf dem Fischmarkt und zahlreiche (Mitmach-) Angebote in Höfen und Gärten der Altstadt sorgten für viel Abwechslung. Ein besonderes Zeichen setzte die Stadt Erfurt mit einer Einladung an die Bewohnerinnen und Bewohner des kürzlich von einem Brand betroffenen Hauses am Domplatz. Sie wurden zu einem gemeinsamen Abend auf die VIP-Plattform eingeladen und konnten das Festgeschehen in besonderer Atmosphäre erleben.

Den besten Ausblick auf das Krämerbrückenfest hatten die Besucherinnen und Besucher beim erstmalig angebotenen „Dinner in the Sky“ auf dem Domplatz. Auf einer an einem Kran schwebenden Plattform 50 Metern Höhe konnten sie die Konzerte und die Feststimmung aus luftiger Höhe erleben und einzigartige Fotos schießen. Auch digital sorgte das Krämerbrückenfest für Aufmerksamkeit, so erreichten Bilder und Eindrücke aus Erfurt hunderttausende Menschen weit über Thüringen hinaus und präsentierten die Landeshauptstadt als attraktive Kultur- und Reisedestination.

Vorfreude auf das Jubiläum 2027

2027 feiert das Krämerbrückenfest sein 50-jähriges Bestehen und damit ein besonderes Jubiläum in der Geschichte der Landeshauptstadt. Das Jubiläumsjahr soll die Geschichte des Festes ebenso würdigen wie die Menschen, Vereine, Künstlerinnen und Künstler, Partner und Ehrenamtlichen, die das Krämerbrückenfest über Jahrzehnte hinweg geprägt und weiterentwickelt haben. Am Programm wird bereits jetzt gearbeitet.

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt