Rund um den Possen
Wald, stille Orte und weite Blicke
Schlüssel beim Forstamt
Der Possen bei Sondershausen ist vielen Erfurtern als Ausflugsziel bekannt. Vor allem Familien finden dort Tiere, Gastronomie und Spielbereiche. Doch rund um den Possen befindet sich mit der Hainleite ein großes Waldgebiet, das sich gut für Wanderungen eignet. Wir starten am Parkplatz des Freizeitparks und folgen zunächst dem Urwaldpfad. Der Weg führt durch das Spierental hinunter, bis wir am Waldrand auf Höhe von Jecha, einem Ortsteil von Sondershausen, ankommen. Von dort orientieren wir uns nach Westen. Die Wanderung führt uns durch alten Baumbestand immer wieder an kleinen Rastplätzen vorbei, die sich gut für eine Pause eignen.
Mitten im Wald stoßen wir auf den jüdischen Friedhof von Sondershausen – ein stiller Ort, der etwas abseits liegt und den wir ohne diese Wanderung wohl kaum entdeckt hätten.
Von hier steigen wir zum Spatenberg hinauf. Auf dem Gipfel steht ein Bismarckturm, der eine schöne Aussicht bietet, allerdings nur, wenn der Schlüssel für den Aufgang vorher beim Forstamt ausgeliehen wurde. Darauf verweist ein Schild am Turm mit der Angabe einer Telefonnummer. Ob das dann funktioniert und jemand beim Forstamt sonntags den Schlüssel übergibt, haben wir nicht ausprobiert.
Rundumblick vom Thüringer Wald bis zum Harz
Wir laufen weiter auf einem kleinen Pfad Richtung Rondell. Dieser Aussichtspunkt wurde nach dem 1. Weltkrieg zu einem Kriegerdenkmal ausgebaut. Hier erinnert der „Sondershäuser Verband Akademisch Musikalischer Verbindungen“ an seine in den beiden Weltkriegen gefallenen Mitglieder. Der Platz liegt offen auf einer Höhe und bietet einen weiten Blick nach Norden – an klaren Tagen bis zum Brocken im Harz.
Danach geht es weiter durch Wald, Wald und nochmals Wald, immer wieder unterbrochen von kurzen Ausblicken auf Sondershausen. Der Weg zieht sich auf meist kleinen Pfaden in einem großen Bogen wieder hinauf zum Possen. Oben angekommen steigen wir noch auf den Possenturm. Von dort hat man einen Rundumblick, der vom Thüringer Wald bis zum Harz reicht und auch einen Überblick über den Freizeitpark bietet – ein schöner Abschluss der Wanderrunde.
Fazit
Die Wanderung rund um den Possen zeigt, wie gut die Hainleite hier touristisch erschlossen ist. Zwischen Spatenberg, Rondell und Possenanlage gibt es die Möglichkeit verschiedene Wanderungen zu unternehmen. Dabei sind die Wege gut ausgeschildert, von verschiedenen Schwierigkeitsgraden und mit zahlreichen Rastplätzen ausgestattet. Wer nach dem Erleben von Wald, stillen Orten und weiten Blicke noch andere Aktivitäten sucht, findet rund um den Possenturm ein vielfältiges Angebot.