Foto: In den flachen Uferbereichen der Gera, in denen sich auch Enten aufhalten, können sich Zerkarien vor allem bei warmen Temperaturen entwickeln.Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

 

In der Gera ist mit dem Auftreten von Saugwurm-Larven (Zerkarien) zu rechnen. Darauf weist das Gesundheitsamt Erfurt aufgrund aktueller Erkenntnisse hin. Durch Zerkarien kann eine sogenannte Badedermatitis verursacht werden.

Gesundheitsamt informiert und gibt Empfehlungen

Die Badedermatitis ist eine harmlose und in der Regel ungefährliche Erkrankung der Haut. Der Hautausschlag kann durch den heftigen und anhaltenden Juckreiz jedoch sehr unangenehm sein.

Zerkarien können sich als Parasiten vor allem dort entwickeln und vermehren, wo Wasservögel und Wasserschnecken im Uferbereich anwesend sind. Enten scheiden als Endwirt mit dem Kot die Eier der Erreger aus, die Wasserschnecken fungieren im Lebenszyklus der Saugwürmer als Zwischenwirt für die Larven. Wassertemperaturen über 24 °C begünstigen die Entwicklung und das Überleben der Zerkarien im Wasser.

Der Mensch ist für die Zerkarien ein „Fehlwirt“, da er für die Weiterentwicklung ungeeignet ist. Die Larven sterben nach Eindringen in die menschliche Haut schnell ab. Beim ersten Kontakt wird zunächst keine oder nur eine geringe Hautreaktion ausgelöst. Erst bei wiederholtem Baden findet eine Sensibilisierung mit verstärkten Symptomen statt, die bis zu zehn Tage und länger anhalten können. Die Haut zeigt dann kleine rote Flecken und Bläschen.

Allgemeine Hinweise zu Zerkarien und Empfehlungen des Gesundheitsamtes Erfurt

  • Das Verschlucken von Zerkarien ist unschädlich.
  • Flache und wasserpflanzenreiche Uferzonen sollten gemieden werden.
  • Bei bereits aufgetretenen Hautirritationen sollte auf das Baden verzichtet werden.
  • Nach dem Baden ist die Badebekleidung zügig abzulegen bzw. zu wechseln.
  • Der Körper ist nach dem Baden kräftig mit einem Handtuch abzutrocknen.
  • Das Auftragen von wasserfester Sonnencreme oder Vaseline kann das Eindringen der Zerkarien in die Haut einschränken, aber nicht völlig verhindern.
  • Die übliche Behandlung der Badedermatitis erfolgt mit juckreiz- und entzündungshemmenden Mitteln (Salben oder Gele). Bei schweren Verläufen oder unklaren Symptomen sollte zur Sicherheit medizinischer Rat eingeholt werden (starker Juckreiz oder Sekundärinfektionen).
  • Wasservögel und Enten sollten nicht gefüttert werden.

Für Rückfragen, Anregungen und Informationen zu den Gewässern der Stadt Erfurt steht die Abteilung Gesundheitsschutz im Erfurter Gesundheitsamt per E-Mail unter gesundheit@erfurt.de oder telefonisch unter 0361 655-4257 zur Verfügung.

 

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt

 

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