Bildung
Russland im vierten Kriegswinter
Di, 10. Nov 2026, 18:30 – 20:00 Uhr
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Jahr 2022 haben sich zahlreiche Annahmen über den weiteren Verlauf des Krieges als kurzlebig erwiesen. Technologische Entwicklungen, neue Waffensysteme und vermeintliche „Game Changer“ wurden immer wieder als mögliche Wendepunkte bewertet, häufig jedoch schon nach wenigen Monaten relativiert. Umso wichtiger ist der Blick auf die langfristigen Faktoren, die Russlands Kriegsführung und strategische Handlungsfähigkeit bestimmen.
Wie ist die Entwicklung Russlands nach mehr als vier Jahren Krieg einzuordnen. Welche wirtschaftlichen, demografischen, gesellschaftlichen und außenpolitischen Faktoren prägen das Land. Welche militärischen Anpassungen sind zu beobachten und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Sicherheit Europas und Deutschlands.
Darüber diskutieren Alexey Yusupov, Leiter des Russlandprogramms und des Regionalbüros Osteuropa der Friedrich Ebert Stiftung, und Oberst Arndt Günther vom Landeskommando Thüringen.
Alexey Yusupov richtet den Blick auf die strukturellen Grundlagen russischer Macht und Kriegsführung. Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die demografische und gesellschaftliche Entwicklung sowie Russlands Bündnis und Außenpolitik. Oberst Arndt Günther ordnet die militärische Entwicklung ein und zeigt auf, wie sich Bedrohungslagen und Verteidigungskonzepte verändern.
Gemeinsam gehen beide der Frage nach, welche Bedrohung von Russland mittel und langfristig für Europa ausgeht und welche Schlussfolgerungen Deutschland daraus für seine eigene Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit ziehen muss.
Moderiert wird der Abend von Alex Huth (MDR).
Angaben
- Ort
- Kultur: Haus Dacheröden
- Adresse
- Anger 37, 99084 Erfurt
- Stadtteil
- Altstadt
- Veranstalter
- Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.