Bildung
Die offene Arbeit in Erfurt – Engagement, Stasi-Überwachung und Umbruch
Do, 26. Nov 2026, 17:00 Uhr
Gemeinsam gegen das DDR-Regime: Die Offene Arbeit Erfurt war seit Ende der 1970er-Jahre ein Schutzraum unkonventioneller, kirchlicher Jugendarbeit. Zugleich entfaltete sie in den 1980er-Jahren eine Strahlkraft in die Gesellschaft mit Friedensinitiativen, ihrem Engagement zur Altstadtrettung und Kunstaktionen. Trotz Überwachung und Zersetzungsversuchen durch das Ministerium für Staatssicherheit engagierten sich die Aktivistinnen und Aktivisten der Offenen Arbeit zivilgesellschaftlich. Am 4. Dezember 1989 beteiligten sie sich entscheidend an der Besetzung der Erfurter Stasi-Zentrale.
Anlässlich der Besetzung der Bezirksverwaltung (BV) Erfurt vor 37 Jahren sprechen am Donnerstag, 26. November 2026 um 17 Uhr die Zeitzeugen Tely Büchner (Erfurter Kulturquartier), Wolfgang Musigmann (Offene Arbeit Erfurt) und Matthias Sengewald (Gesellschaft für Zeitgeschichte e.V.) über ihre Erinnerungen an die Jahre 1985 bis 1990. Anne Stiebritz (Thüringer Archiv für Zeitgeschichte “Matthias Domaschk“, Jena / FSU Jena) moderiert das Gespräch und fragt nach Erfahrungen angesichts politischer Repression und nach dem Aufarbeiten der Stasi-Akten in den 1990er-Jahren.
Es besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Dafür ist ein gültiges Personaldokument erforderlich.
Angaben
- Ort
- BStU Petersberg
- Adresse
- Petersberg Haus 19, 99084 Erfurt
- Veranstalter
- BStU Petersberg