Wanderung von Jena Lobeda
Anfangs gehts bergauf
Verständigung gefragt
Wir haben auf „Ich liebe Erfurt“ vor einiger Zeit Cathleen Leschke vorgestellt. Sie betreibt den YouTube-Kanal „“Unterwegs mit Cathy“. Eine ihrer Wanderungen rund um Jena hat uns besonders neugierig gemacht. Deshalb haben wir die Stadt an der Saale besucht, um dort zu wandern.
Die Saale Horizontale, ein Wanderweg, der auf fast 100 Kilometer rund um Jena führt, ist das erstes Ziel. Wir backen mit einer acht Kilometer Tour erst mal kleine Brötchen, wobei die 300 Höhenmeter der Wanderung nicht ohne sind. Am Ende besichtigen wir die Lobdeburg. Kaffee und Kuchen gibt es auch.
Aber vom Anfang: Wir reisen mit dem Pkw an und beginnen am Parkplatz im Lobdeburgweg in Lobeda. Damit befinden wir uns am westlichen Rand der Wöllmisse. So nennt sich die Hochebene am östlichen Rand Jenas.
Hochebene heißt erst mal Aufstieg. Von unserem Parkplatz geht es auf einem schmalen Pfad steil bergauf. So erreichen wir die Saale Horizontale. Diese glänzt durch atemberaubende Ausblicke ins Tal. Allerdings nur, wenn dieses nicht im Nebel liegt.
Der Weg ist mehr ein Pfad. Mal geht es durch einen Wald, dann wieder über kleine Lichtungen. Wenn uns andere Wanderer entgegenkommen, ist Verständigung gefragt: Eine von beiden Parteien muss zum Hang hin ausweichen, um die andere passieren zu lassen.
Nicht verlaufen
Immer wieder kommen wir an Aussichtspunkten vorbei. Hier locken Bänke zu einer Rast, aber erst als sich der Nebel gelichtet hat, nutzen wir ein solches Angebot. Bei Kilometer vier unserer Tour fällt der Blick tief ins Pennickental, an dessen Ausgang der Jenaer Ortsteil Wöllnitz liegt.
Nach einer kurzen Pause geht es wieder leicht bergauf zur Sommerlinde. Diese befindet sich auf der Hochebene der Wöllmisse. Ausgeschildert ist das Gebiet sehr gut. Auch ohne GPS Unterstützung hätten wir uns trotz dichten Nebels nicht verlaufen.
Kaffee und Kuchen
Jetzt lockt die Lobdeburg. Die mittelalterliche Burgruine ist mit einer durchdachten Wegekonstruktion gut begehbar.
Informationstafeln geben Auskunft über Geschichte und Bedeutung dieses Bauwerks am Rande von Alt Lobeda. Einen Blick auf das neue Lobeda gibt es auch.
Wir verlassen die Burg und kehren auf dem Weg zurück zum Parkplatz in der Lobdeburgklause ein. Mit Kaffee und Kuchen sind wir somit fast am Ende der Wanderung angekommen.
Fazit:
Wir kommen wieder. Unser hier beschriebener Rundweg könnte das erste Kapitel von „Wandern rund um Jena“ werden. Die Gegend ist interessant und abwechslungsreich – da gibt es noch Einiges zu entdecken. Dabei ist die Stadt an der Saale von Erfurt gut mit dem Pkw und der Bahn zu erreichen. Auch mit dem Fahrrad ist Jena über die Thüringer Städtekette an die Landeshauptstadt angebunden. Das von uns erkundete Gebiet eignet sich allerdings nicht zum Radfahren.
Wer eine Wanderung mit Ausgangspunkt Lobeda zur Wöllmisse plant, wird auf viele mögliche Touren stoßen. Eines ist allerdings gewiss: Am Anfang geht es bergauf.