Das „Bauhaus.MobilityLab“ macht den Erfurter Stadtteil Brühl zum Reallabor. Erprobt werden allumfassende Lösungen zur Entwicklung einer Smart City. Das bedeutet konkret, dass im Brühl komplexe automatisierte Lösungen für eine zukunftsfähige Stadt in einem „abgesteckten“ realen Umfeld auf Praxistauglichkeit getestet werden. Das Vorhaben zielt darauf, mit intelligenter Verkehrssteuerung, neuen Logistikkonzepten und Energiemanagementstrategien das Stadtumfeld umwelt- und gemeinwohlorientiert zu gestalten.

Forschungsvorhaben zu Mobilität, Logistik und Energie

Gegenwärtig befindet sich das Forschungsprojekt in der Umsetzungsphase. Im Brühl entstehen sogenannte Mobilitätspunkte. Ein Angebot für alle Erfurterinnen und Erfurter, Mobilität und Paketzustellung individuell zu gestalten. Die Mobilpunkte werden mit E-Carsharing, Ladesäulen für öffentliches Laden, Leihfahrrädern und Paketstationen ausgestattet. Für die Auswahl des E-Carsharing Angebotes wird am 25. Mai 2022 das Interessenbekundungsverfahren im Amtsblatt der Landeshauptstadt Erfurt und unter www.erfurt.de/ef141475 veröffentlicht.

Zum Projekt

Ein gemeinsames Ziel verbindet die Landeshauptstadt Erfurt, Forschende vom Fraunhofer Institut, Thüringer Unternehmen, Industriegiganten wie Bosch und Siemens, die Uni Weimar und die Ernst-Abbe-Hochschule Jena: Sie wollen Erfurt zum Innovationsgebiet für moderne, aber nachhaltige Mobilität, Logistik und Energie machen.

Dafür wurde ein sogenanntes Reallabor geschaffen: Das „Bauhaus.MobilityLab“. Als Forschungsprojekt soll es für Wirtschaft, Wissenschaft sowie Erfurterinnen und Erfurter die Plattform sein, auf der Ideen und zukünftige Entwicklungen entstehen und getestet werden können.

Im „Bauhaus.MobilityLab“ werden mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger neue Einsichten und Ideen gewonnen, die sich in zukunftsfähige Alltagslösungen umwandeln könnten.

Das im April 2020 ins Leben gerufene Projekt umfasst ein Projektvolumen von 17 Millionen Euro und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz BMWK (ehemals BMWi) gefördert. Diese Fördermaßnahmen sollen vor allem, laut BMWK, zu mehr Wachstum, Innovation und Beschäftigung beitragen und damit den Wettbewerbsstandort Deutschland – und in unserem Fall Erfurt – weiter stärken.

Warum gerade Erfurt?

Mit ca. 214.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gilt Erfurt als eine typische europäische Großstadt. Innovationen in Bereichen wie E-Mobilität, Post- und Paketdienstleistungen und Energie, die hier im Innovationsgebiet erprobt werden, haben deshalb auch großes Potential, von anderen Städten übernommen zu werden. Außerdem verfügt Erfurt über eine optimale Datenlage zur Verkehrs- und Mobilitätstruktur.

 

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt

 

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