Auf dem Weg zu einem tierschutzgerechten Stadttaubenmanagement setzen die Stadt Erfurt und der Verein Erfurter Tauben e. V. verschiedene Maßnahmen um. Sie sollen zu einer kleineren und gesünderen Population der verwilderten Stadttauben beitragen.

 

Ein Baustein des Konzeptes ist die kontrollierte Fütterung von Tauben, diese hat mehrere Vorteile. „Zum einen entfällt damit die Futtersuche. Die Tiere sind seltener im Stadtbild zu sehen. Bürger und Touristen fühlen sich weniger gestört“, erklärt Dr. Ulrich Kreis, der Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes.

Zum anderen seien die Tauben durch artgerechtes Futter gesünder. Kreis: „Tauben sind Körnerfresser. Die falsche Ernährung aus Essensresten und Abfällen sorgt für Mangel- und Fehlernährung und die Tiere hinterlassen den sogenannten Hungerkot auf Plätzen und an Gebäuden.“

Für Menschen gehe durch die Fütterung keinerlei Gefahr aus. Tauben brüten auch nicht vermehrt, wenn sie gefüttert werden. Der Brutzwang ist angezüchtet und unabhängig vom Nahrungsangebot.

Was bedeutet kontrollierte Fütterung nun genau?

 

„Die Tiere werden einmal täglich an zwei Standorten (Hauptbahnhof und Rathausparkplatz) mit artgerechtem Körnerfutter versorgt. Gefüttert wird nur die benötigte Menge, eventuelle Reste werden beseitigt“, so Kreis weiter. Wichtig dabei, die Futtergenehmigung gilt ausschließlich für Mitglieder des Vereins Erfurter Tauben e. V. Ansonsten gelte im Erfurt immer noch das Fütterungsverbot.

Die Stadtverwaltung bittet auch die Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe. So soll die Fütterung nicht gestört werden, sodass die Tiere sich ungestört satt fressen können, um nicht weiter auf Nahrungssuche gehen zu müssen. Auch wäre es gut, wenn „wilde“ Fütterer darüber aufgeklärt werden, dass unkontrolliertes Füttern dem Konzept zuwider läuft und in Erfurt weiterhin ein allgemeines Fütterungsverbot gilt.

 

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt

 

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