Foto: Auszählung der Namensvorschläge/Stadtverwaltung Erfurt, Dirk Urban

Ausstellungsräume in der Defensionskaserne haben einen neuen Namen

Am Sonntag öffneten die neuen städtischen Ausstellungsräume in der Defensionskaserne erstmals ihre Türen für die Öffentlichkeit. Über 700 interessierte Besucherinnen und Besucher nutzten den Tag der offenen Tür, um den Ort kennenzulernen, sich über zukünftige Nutzungsmöglichkeiten zu informieren und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Besucherinnen und Besucher haben abgestimmt

Ein besonderer Schwerpunkt des Tages lag auf der Beteiligung der Öffentlichkeit an der Namensfindung der Ausstellungsräume. Aus zuvor eingereichten Namensvorschlägen stand vor Ort eine Auswahl von fünf möglichen Namen zur Abstimmung. Mehr als 400 Personen beteiligten sich an dem Voting. Mit nur einer Stimme Vorsprung setzte sich der Name „Def.Inition“ durch. Der Siegername lag knapp vor dem ebenfalls stark favorisierten Namen „OffenBerg“. Mit der Entscheidung für Def.Inition wird der Anspruch des neuen Produktionsortes für innovative Ausstellungsformate deutlich: ein Raum für neue Definitionen von Ausstellungskonzepten, Austausch und Debatten und zeitgenössischer Kultur. All das wird zukünftig hier einziehen.

Wer kann die Ausstellungsräume nutzen?

Als neuartiger Produktionsort für Ausstellungsformate aller Art stellt die Kulturdirektion Erfurt die Räumlichkeiten Kunst – und Kulturschaffenden, Designerinnen, Bühnenbildnern, Motion Artists und vielen weiteren Kreativen zur Verfügung. Diese haben die Möglichkeit, sich einzeln oder in Kollektiven zu bewerben. Auch bestehende öffentliche Kultureinrichtungen, wie zum Beispiel Museen, können den Raum zur Erprobung neuer Ausstellungskonzepte nutzen.

Sie bieten aber nicht nur Raum für Ausstellungen, auch Workshops, Performances, Diskussionsformate, experimentelle Präsentationen und neue Formen kultureller Vermittlung sind denkbar – beispielsweise multimedial, szenografisch oder immersiv präsentiert. Ziel ist es, relevante Themen – am Puls der Zeit – sichtbar zu machen und neue Formate zu erproben. Anders als in klassischen Museumsausstellungen werden die Projekte in den Ausstellungsräumen von Kulturschaffenden selbst konzipiert und umgesetzt.

Wie funktioniert die Nutzung?

Kulturschaffende und Institutionen können die Räume mit ihren Projektideen anfragen. Die Nutzungsidee wird in einem gemeinsamen Abstimmungsprozess mit der Kulturdirektion auf Umsetzbarkeit geprüft. Da die Raumvergabe in zwei Stufen erfolgt, können Projekte bei Bedarf in einer Planungsphase gemeinsam weiterentwickelt werden.

Je nach Umfang und Anspruch der Projekte erfolgt die Vergabe über unterschiedliche Verfahren – von kurzfristigen Direktzusagen durch die Kulturdirektion über Juryvergaben bis hin zu öffentlicher Abstimmungen. Ein Förderantrag auf Übernahme der Mietkosten durch die Stadt Erfurt kann bei Einreichung des Projektkonzeptes gestellt werden. Wer eine Idee hat und die Räume nutzen möchte, meldet sich per E-Mail an info-def@erfurt.de. Trotz bereits vergebener Zeiträume für verschiedene Formate im Jahr 2026 gibt es weiterhin freie Zeitfenster, in denen die Ausstellungsräume genutzt werden können.

Nächste Nutzung durch Kunststudierende der Universität Erfurt

Bereits im Februar startet die erste Nutzung der Ausstellungsräume Def.Inition. Unter dem Titel „Der Hügel auf dem Berg“ zeigen Kunststudierende der Universität Erfurt ihre Arbeiten und Abschlussprojekte. Die Ausstellung gibt Einblick in aktuelle künstlerische Prozesse und markiert den Auftakt der zukünftigen Programmarbeit am Standort Defensionskaserne.

Weitere Nutzungen, auch in Zusammenarbeit mit Künstlern und Kreativen, sind bereits in Planung und werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben. Interessierte sind eingeladen, den Ort aktiv mitzugestalten und Teil der weiteren Entwicklung von Def.Inition zu werden.

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt