Es ist ein wichtiger Meilenstein, der die Aufenthaltsqualität in der Erfurter Innenstadt steigert: Zwei Händler und 13 Gastronomen beteiligen sich am Projekt „Nette Toilette“ und stellen ihre Sanitäranlagen während der Öffnungszeiten kostenfrei öffentlich zur Verfügung.

 

Gewerbetreibende stellen WCs kostenfrei zur Verfügung

drei Männer und eine Frau stehen vor einem Gebäude, zwei zeigen auf einen Aufkleber

Foto: Von links nach rechts: Steffen Linnert (Beigeordneter für Finanzen, Wirtschaft und Digitalisierung), André Grenzdörffer (Gastronom), Andreas Horn (Beigeordneter für Sicherheit und Umwelt) und Patricia Stepputtis (Citymanagerin) bringen an einem Gastronomiebetrieb einen Aufkleber an, der auf die „nette Toilette“ hinweist. Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

 

Gemeinsam mit drei bereits vorhandenen städtischen WC-Anlagen am Petersberg und am Domplatz können Besucherinnen und Besucher der Innenstadt dann sechs barrierefreie Toiletten ohne Bezahlung nutzen. „Wir haben den Bedarf und die Notwendigkeit ausreichender öffentlich zugänglicher, auch barrierefreier Toiletten. Das hat sich nicht zuletzt aus den vielen Hinweisen aus der Erfurter Bevölkerung und den Gästen der Stadt ergeben“, so der Beigeordnete für Sicherheit und Umwelt Andreas Horn, der mit seinem Dezernat die Federführung für den Bereich der Sanitäranlagen innehält. Gemeinsam mit dem Citymanagement der Stadtverwaltung suchte er nach Lösungen. „Mir liegt dieses Thema sehr am Herzen. Bezogen auf die Innenstadtnutzung hat es meines Erachtens oberste Priorität“, betont auch Citymanagerin Patricia Stepputtis.

Statt kostenintensive Sanitäranlagen in einer räumlich beengten Innenstadt zu errichten, zielt das Konzept der „Netten Toiletten“ auf die Einbindung vorhandener WC-Anlagen ortsansässiger Händler und Gastronomen. „Wir haben uns in anderen Städten die erfolgreiche Umsetzung der ,Netten Toilette‘ angesehen und wollten dies in einem Pilotprojekt nun auch in Erfurt angehen“, so Andreas Horn. Umgesetzt wird das Konzept deutschlandweit bereits in 270 Kommunen, in Thüringen ist Saalfeld Vorreiter.

„Ziel des Projektes ist es, aus dem Piloten, der im Dezember endet, ein bleibendes Fundament zu schaffen. Beteiligte Gastronomen bzw. Händler erhalten in diesem Jahr eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 100 Euro für den Mehraufwand der Reinigung. Wir werden sehen, wo hier Stellschrauben liegen, die wir zukünftig beachten müssen“, beschreibt Steffen Linnert, Beigeordneter für Finanzen, Wirtschaft und Digitalisierung, die Rahmenbedingungen für das Projekt.

Gestartet ist die „Nette Toilette“ in der Landeshauptstadt bereits im Januar – jedoch ohne große mediale Aufmerksamkeit. Der Grund: Die Gastronomen hätten die Toilettennutzerinnen und -nutzer auf 3G prüfen müssen.

Seit Jahresbeginn ist Erfurt auch in der Netten-Toiletten-App zu finden, in der sich alle beteiligten Städte mit Adressen und Öffnungszeiten der jeweiligen Gastronomen und Händler präsentieren. Die App wird deutschlandweit von vielen Stadttouristen genutzt. Darüber hinaus wird es Flyer geben, die in der Tourist Information ausliegen. Alle „netten Toiletten“ sind auch auf der Internetseite der Stadt Erfurt zu finden.

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt

 

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