Vom 27. Februar bis 24. April präsentiert das Angermuseum Erfurt in Kooperation mit der Galerie der Stadt Backnang Werke der Künstlerin Uta Zaumseil in der Ausstellung „Nachtflüge“. Ergänzt werden die Farbholzschnitte der Künstlerin durch Werke ihres Mannes und Atelierkollegen Peter Mell sowie Arbeiten ihres Sohnes Oskar Zaumseil. Die Ausstellung wird am Samstag, dem 26. Februar, um 16 Uhr gemeinsam mit der Künstlerin und den Künstlern im Foyer des Angermuseums eröffnet. Eugen Mantu begleitet die Eröffnung musikalisch.

 

Großformatige Werke zeigen „Momente des Erlebens“

Wie kaum eine andere verkörpert Uta Zaumseil (geb. 1962) die Suche nach zeitgemäßen Ausdrucksformen in der Technik des Farbholzschnittes und des Farblinolschnittes. Unter Einsatz von bis zu 50 Farben entstehen ihre großformatigen Werke eher langsam. In malerischen Verläufen halbtransparent gedruckt, arbeitet Uta Zaumseil mit jeweils nur einem Druckstock und dem Verfahren der verlorenen Platte, bei der nach jedem Druckvorgang Teile der gedruckten Fläche vom Stock entfernt werden, bis dieser vollständig aufgezehrt wird. Fotografisch gewonnene „Momente des Erlebens im Alltag, besondere Beobachtungen und damit verbundene Stimmungen im Kontrast meines Lebens zwischen Stadt und Land, meinem Wohnort in Mehla (Thüringen) und Berlin, wo ich viele Inspirationen finde“, übersetzt die Künstlerin detailreich ins Medium des Hochdrucks, ordnet sie collageartig, aber zugleich der fotografischen Perspektive auf die Welt folgend, auf der Fläche an.

In Uta Zaumseils Kunst gehen Beobachtung, Imagination und Traum ständig ineinander über. Die Welt zeigt sich im Modus vieler Welten: plural, in steter Bewegung, in verschiedensten Blickwinkeln erscheinend und Erzählperspektiven gedeutet. Die künstlerische Komposition wirkt vor diesem Hintergrund wie ein geschicktes Mittel, die unübersichtliche Vielfalt der Erscheinungen und ihres subjektiven Erlebens jeweils neu zu einer möglichen Einheit zusammenzufügen – einer Einheit, die von den Betrachtern als harmonisch, als schön, erlebt werden kann, als den künstlerischen Reflex eines gelingenden Lebens.

Die Ausstellung wird unterstützt durch die Sparkasse Mittelthüringen sowie die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt

 

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