Foto: Francisca Raposo/EEB Sachsen Anhalt, Christiane Hofmann

 

Schüler und Schülerinnen aus Mosambik sind erstmals im Blick

 

Eine Ausstellung mit dem Titel „Leben zwischen den Welten“ wird am kommenden Montag (23. Januar) um 14 Uhr im Collegium maius und in der Michaeliskirche in Erfurt eröffnet. Bis zum 5. Februar werden Porträts ehemaliger mosambikanischer Schülerinnen und Schüler präsentiert, aufgenommen durch den italienischen Fotografen Aghi. Die Ausstellung im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) kann zu den jeweiligen Öffnungszeiten besucht werden: Collegium maius (Michaelisstraße 39) Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr und Michaeliskirche Montag bis Samstag von 11 bis 16 Uhr.

Die Foto-Ausstellung hatte die Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung der „Schule der Freundschaft“ in Staßfurt/DDR konzipiert. „900 Kinder und Jugendliche aus ganz Mosambik sollten ab 1982 in Staßfurt zu sozialistischen Persönlichkeiten erzogen werden. Sie waren voller Träume, Lerneifer und Optimismus. Als sie 1988 zurückkehrten, war vom Aufbau des Landes keine Rede mehr, sie wurden direkt zur Armee eingezogen, denn in Mosambik herrschte nun Bürgerkrieg“, heißt es im Begleittext der Ausstellung.

„Einfühlsam werden dreizehn der ehemaligen Schülerinnen und Schüler in ihrem heutigen Umfeld in Mosambik portraitiert. Ergänzt durch Zitate, Erzählungen und Amateurfotos aus ihrer Schulzeit wird dargestellt, wie diese Zeit ihr Leben beeinflusst hat. Für die Kinder hieß das, über viele Jahre ein Leben weit weg von ihrer Familie, ihrer Muttersprache und ihrer Heimat zu führen. Geblieben ist ihnen ein Leben zwischen den Welten, weder hier noch dort sind sie richtig zuhause“, kommentiert Jan Lemke, Präsident des Landeskirchenamtes der EKM, die Ausstellung. „Die Schau beleuchtet ihre Erinnerungen und was sie aus ihrem Leben gemacht haben, präsentiert den Blick vom Heute auf das Gestern, hinterfragt, reflektiert ohne Wertung und stößt zum Nachdenken an. Den ehemaligen Schülerinnen und Schülern wird mit der Ausstellung erstmals öffentlich eine Stimme gegeben“, so Lemke.

Der Präsident wird zur Eröffnung der Ausstellung ein Grußwort halten, ebenso Mirjam Kruppa, Beauftragte des Freistaates Thüringen für Integration, Migration und Flüchtlinge.

 

Quelle: EKMD

 

 

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