Im Rahmen der Ausstellung „More Planets Less Pain. Konstellationen künstlerischer Forschung“ findet am Freitag, dem 22. April, um 19 Uhr, das Konzert „Kabul Klassik. Afghanische Meister im Konzert“ statt. Initiiert wurde das Konzert von Markus Schlaffke (Weimar), welcher teilnehmender Künstler der Ausstellung und selbst auch Rubab-Spieler ist. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Migranten Omid Verein (Move) e.V.

 

Ustad Ghulam Hussein, Ustad Fraidoon Miazada und Ustad Gholam Nejrawi gehören zu den künstlerischen Erben einer Generation von afghanischen Musikern, welche das Repertoire einer eigenständigen klassischen Musik Afghanistans maßgeblich geprägt hat. Sie stammen aus den musikalischen Meisterfamilien Kabuls, die im 20. Jahrhundert zentralasiatische musikalische Traditionen, indische Kunstmusik und vielfältige regionale Folkloren zu einem unverwechselbaren afghanischen Sound verschmolzen.

Unter dem Druck des jahrzehntelangen Kriegszustands und der musikfeindlichen Politik des wiedererstarkten Taliban-Fundamentalismus hat sich die afghanische Musikkultur heute weitestgehend ins Exil verlagert. Heute ist sie als Teil einer lebendigen Diaspora- und Migrationswirklichkeit erlebbar, wo sie dazu einlädt, die prägnanten Instrumente und Klänge aus Kabul als Teil einer globalen Soundsphäre neu zu entdecken.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Wer möchte, kann aber gerne etwas spenden. Eine Anmeldung unter kunstmuseen@erfurt.de ist erforderlich.

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt

 

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