Am Sonntag, dem 13. März, endet die Sonderausstellung „Im Molsdorfer Schlossgarten und anderswo – Kaltnadelradierungen von Claudia Berg“. Bis dahin kann die Ausstellung im Schlossmuseum Molsdorf noch wie gewohnt dienstags bis sonntags zwischen 10 und 18 Uhr besucht werden. Zu sehen sind unter anderem auch mehrere ortsspezifische Kunstwerke, welche 2020 im Molsdorfer Schlossgarten entstanden.

Menschenleere Landschaften mit historischen Bezügen

Kaltnadelradierung in Schwarz-Weiß mit Bäumen

Foto: Kaltnadelradierung Schloss Molsdorf, 24,8 x 36,7 cm (Plattenmaß), 2020 Foto: © Claudia Berg

Gerade diese Arbeit vor Ort war für Claudia Berg ein besonderes Erlebnis. Von gemeinsamen Urlauben mit ihren Eltern kannte sie das Schloss Molsdorf bereits aus ihrer Kindheit und konnte nun Garten sowie Schloss auch zeichnerisch erkunden. Anregungen lieferten dazu unter anderem die alten Planungszeichnungen aus dem Archiv sowie ein Spaziergang mit der Kuratorin Dr. Silke Opitz durch den Garten. Ausgehend von diesem Input zeichnete, malte und radierte Claudia Berg an einem sonnigen Märztag 2020 vor Ort und nahm den, aufgrund des damaligen Lockdowns, leeren Schlossgarten noch einmal intensiver und bewusster wahr. Inhaltlich stellt die Künstlerin die Molsdorfer Blätter den Landschaften Italiens gegenüber, welche im 18. Jh. mit der Grand Tour Sehnsuchtslandschaften der Mitteldeutschen Fürstenhäuser waren. Gerne verknüpft sie ihre zumeist menschenleeren Landschaften mit historischen Bezügen und stellt so auch inhaltliche Verbindungen her.

Wer noch mehr Arbeiten von Claudia Berg sehen möchte, wird in der Galerie Profil in Weimar fündig, mit der die Ausstellung in Kooperation organisiert wurde.

Claudia Berg wird im April mit dem Hans Meid Preis, welcher als der bedeutendste Illustrationspreis im deutschsprachigen Raum gilt, ausgezeichnet.

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt

 

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