Es ist eine Idylle entstanden – ein kleines Paradies für all diejenigen, für die das Projekt am Erfurter Wiesenhügel umgesetzt wurde, für Biene & Co, Natur und Mensch.

Wie versprochen konnte bereits zum feierlichen Projektabschluss der Wiesenhügelblütenhonig verkostet werden. Dafür sorgte Imker Heiko Faulstich, der das Projekt von der Idee bis zu Umsetzung mit begleitet hat und nun seinen Bienen ein zusätzliches Zuhause im Wohngebiet Wiesenhügel bietet. Bereits Anfang Mai sind die ersten Bienen in den eigens für sie errichteten und eingezäunten Carport „eingezogen“.

Seit dieser Zeit summt und brummt es und man spürt den Einklang zwischen Biene & Co, Natur und Mensch. Aber auch viele Wildbienen und andere Insekten sind schon unterwegs.

Die Kinder vom benachbarten Waldkindergarten des Augusta-Viktoria-Stiftes können sich zukünftig auch am Honig erfreuen. Sie waren von Beginn an Beteiligte am Projekt. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern haben sie Freude am Mitwirken bei der Umsetzung des Projektes. Sie haben z.B. bei der Aussaat von standortgerechtem und regionalen Bienen- und Insektenweidesaatgut geholfen, haben für Zauneidechsen und andere Reptilien geeignete Arten ein „Steinhaus“ aus Totholz, Sand und Feldsteinen gebaut und werden in der nächsten Zeit die Entstehung des neuen Lebensraums begleiten. Außerdem entstand ein „Sandarium“ – ein eigens für Wildbienen und andere Hautflügler geeigneter Nistbereich.

Mit einer professionellen Ausstattung wie Becherlupen, Kescher, Insektenboxen und einen Kinder-Naturführer können die Kinder die Wiese künftig als Lehrpfad nutzen. Auch die Kita Haselnussweg und die bald fertig sanierte Grundschule in der Nachbarschaft sollen dann davon profitieren.

Hintergrund:

Das Erfurter Projekt „Für Biene & Co, Natur und Mensch“ wurde im Rahmen des Bundeswettbewerbes „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ im Jahr 2020 durch das Bundesumweltministerium und den Verein Kommunen für biologische Vielfalt e. V. ausgezeichnet und ist mit 25.000 Euro dotiert. Die KoWo und die Stadt Erfurt haben hierbei eng zusammengearbeitet.

Um die neu angelegte Fläche vor den ansässigen Wildschweinen zu schützen wurde diese durch die Errichtung eines Knotengeflechtzauns (Wildschutzzaun) eingefriedet.

Studierende der FH Erfurt „Ökologischer Pflanzenanbau“ unter der Leitung von Frau Prof. Birgit Wilhelm begleiten das Projekt und nehmen floristische und faunistische Kartierungen auf der Fläche vor – also von Pflanzen und Tieren (vor allem Insekten) und dokumentieren die Entwicklung.

Schautafeln informieren Spaziergänger über die Bedeutung solcher Blühflächen. Die BürgerInnen sollen zum Mitmachen aktiviert werden, um langfristig eine Integration der Fläche als Erholungs- und Begegnungsort zu bewirken und um die Menschen für die notwendige Vielfalt zu sensibilisieren.

 

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt

 

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