Grafik: Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Wasserstoff aus der Region sorgt für Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region

 

Das größte Wasserstoff-Projekt Thüringens nimmt weiter Gestalt an. „TH2ECO“ bringt ab 2025 klimaneutral produzierten Wasserstoff auf Windstrombasis aus Nordthüringen in den Raum Erfurt. Im Rahmen der Energiegespräche trifft Energiestaatssekretär Burkhard Vogel heute Dieter Bochmann, Geschäftsführer der Ferngas Netzgesellschaft. Dabei geht es u.a. um Wasserstoff im sauberen Thüringer Energiemix, den möglichen Anschluss Thüringens an das deutsche Wasserstoffnetz sowie bessere Rahmenbedingungen für die Wasserstoffwirtschaft.

„Grüner Wasserstoff ist eine tragende Säule für unseren sauberen Energiemix. Als Energiespeicher für Wind- und Sonnenstrom, in Industrie und Logistik kann Wasserstoff zum Standard-Energieträger werden. Diese Transformation unterstützen wir als Land Thüringen nach Kräften. Denn Wasserstoff aus der Region sorgt für Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region“, sagte Energiestaatssekretär Burkhard Vogel.

Die Ferngas Netzgesellschaft treibt gemeinsam mit Partnern wie der TEAG und den Stadtwerken Erfurt „TH2ECO“ voran, um Wasserstoff aus der Region für die Region zu produzieren und zu Verbrauchern in der Region zu transportieren. Das Ziel: Die Wasserstoffwirtschaft in Thüringen vorantreiben, unabhängiger werden von fossilen und atomaren Energieträgern sowie den Klimaschutz stärken.  So soll zukünftig die Fernwärme der Stadtwerke Erfurt in großen Teilen auf grünem Wasserstoff basieren, 86.000 Menschen mit klimafreundlicher Wärme versorgt werden. „Ab 2025 soll der erste Wasserstoff durch die regionalen Leitungen fließen, dafür bauen und investieren wir schon jetzt. Darüber hinaus planen wir ab 2027 die erste Anbindung für Thüringen an die deutschlandweite Wasserstoffinfrastruktur“, berichtete Dieter Bochmann, Geschäftsführer der Ferngas Netzgesellschaft.

Eine Wasserstoff-Pipeline soll auch Thüringens erste H2-Tankstelle für Lkw im Erfurter Güterverkehrszentrum GVZ bedienen. Das Thüringer Energieministerium hat Machbarkeitsstudie und Projektmanagement mit rd. 360.000 EUR gefördert.

Hintergrund

 

Das Thüringer Landeskabinett hat im Juni 2021 eine Wasserstoffstrategie beschlossen. Grüner Wasserstoff aus erneuerbarer Energie soll in den kommenden Jahren ein entscheidender Energieträger für die Klimaneutralität Thüringens werden. Voraussetzung dafür ist der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien. Investitionen in Forschungsstandorte sowie Musterprojekte sind die Kernelemente der Strategie.

Wasserstoff sollte technologieoffen zum Einsatz kommen, aber insbesondere dort wo eine Dekarbonisierung durch andere Technologien nur schwer zu leisten ist. Für Thüringen wären dies beispielsweise Anwendungen in Hochtemperatur-Industrieprozessen (Glas- und Keramik-Industrie) und im Verkehrsbereich (Schwerlastfahrzeuge, Busse, Züge) bedeuten. Wasserstoff wird nach den Plänen der Landesregierung den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen beschleunigen. Der damit verbundene Strukturwandel biete immense Chancen für Thüringens Unternehmen, vom Wachstumsmarkt Wasserstoff zu profitieren.

 

Quelle: Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

 

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