Foto: Übergabe Kuschelschnecke/Helios Klinikum Erfurt

Mühlhäuserin häkelt ehrenamtlich für gehörlose Kinder

 

Clara kann es kaum erwarten, die gehäkelte Schnecke in den Arm zu nehmen. Das neun
Monate junge Mädchen bekam im Helios Klinikum Erfurt ihr erstes Cochlea-Implantat (=
Hörprothese für Gehörlose und hochgradig Schwerhörige) und erhielt heute von Claudia
Pirschel eine selbstgehäkelte Kuschelschnecke geschenkt. „Die symbolische Schnecke soll die
Verbindung zur Hörschnecke im Innenohr darstellen und als Trostpflaster und Andenken
dienen.“, so die Initiatorin.
Claudia Pirschel ist selbst 2021 mit einem Cochlea-Implantat im Audiologischen Zentrum des
Helios Klinikums Erfurt versorgt worden. Im Rahmen ihrer Recherche ist sie auf die
Medizinische Hochschule Hannover aufmerksam geworden, die bereits seit 2015
Kuschelschnecken an gehörlose Kinder ausgeben. „Diese Aktion wollte ich gern in Erfurt
anbieten“, so die ehemalige Patientin. In liebevoller Handarbeit häkelt sie die bunten
Schnecken.
Heute überbrachte Claudia Pirschel nun 20 Kuschelschnecken an Prof. Dr. Holger Kaftan,
Chefarzt Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, und Izet Baljic, Leiter des Audiologischen Zentrums.
„Wir versorgen hier jährlich rund 8 Kinder mit Cochlea-Implantaten. Die Kuschelschnecken
werden wir zukünftig an alle kleinen Patientinnen und Patienten ausgeben.“, so Prof. Kaftan.
Die kleine Clara freut sich jetzt auf Weihnachten zu Hause – sie wird heute entlassen. Im
Januar soll dann das zweite Cochlea-Implantat folgen: Natürlich in Begleitung der gehäkelten
Kuschelschnecke.

 

Quelle: Helios Klinikum Erfurt

 

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