Singerberg bei Stadtilm
Einer der sich nicht versteckt
Der Weg läuft nicht davon
Es gibt Berge, die man nicht sieht. Diese haben meist das Pech, mit anderen Bergen zusammenzustehen. Oftmals sind sie Teil eines Gebirges, das sich am Horizont als Ganzes zeigt und den einzelnen Gipfel verschwinden lässt. Der Singerberg bei Stadtilm ist anders. Wer von Erfurt Richtung Thüringer Wald blickt, wird ihn irgendwann bemerken. Gut sichtbar steht er dort in der Landschaft. Grund genug ihn zu besuchen.
Wir starten im Dorf Singen, das dem Berg seinen Namen gegeben hat – oder umgekehrt. Der Weg auf den Gipfel ist gut ausgeschildert und führt zunächst über Wiesen, bevor er in einen Wald übergeht. Dieser bedeckt den gesamten Gipfel und es finden sich dort auch seltene Eiben und Wacholdersträucher.
Der Anstieg ist überschaubar, aber die Höhenmeter kommen zügig. Wer regelmäßig wandert, wird das als angenehme Herausforderung empfinden. Wer es gemütlicher mag, legt einfach ein paar Pausen ein – der Weg läuft nicht davon.
Ein guter Ort
Unterwegs wechseln sich Waldpfade und offenere Abschnitte ab. Immer wieder öffnet sich der Blick zur Seite und es zeigt sich ein erster Blick in die weite Landschaft.
Auf dem Gipfel wird man belohnt. Die Aussicht reicht in alle Richtungen – ein Rundumblick über das Thüringer Land, der bei klarem Wetter weit über die Region hinausreicht. Man erkennt, warum der Singerberg schon von ferne auffällt: Er steht eben nicht zwischen anderen Bergen, sondern für sich.
Wer eine Pause einlegen möchte, findet auf dem Gipfel Bänke und eine Hütte. Ein guter Ort, um die Aussicht in Ruhe auf sich wirken zu lassen, bevor es wieder bergab geht.
Fazit
Der Singerberg ist ein lohnendes Ausflugsziel für alle, die eine überschaubare Wanderung mit großem Rundumblick suchen.
Von Erfurt ist Singen gut mit dem Auto zu erreichen, die Fahrzeit beträgt etwa 45 Minuten. Wer lieber mit der Bahn anreist, nimmt die Regionalbahn nach Saalfeld (Saale) und steigt in Singen (Thür) aus. Der Bahnhof liegt etwas außerhalb des Dorfes, womit sich die Wanderung zum Gipfel um ein paar Meter verlängert
Für Radfahrer bietet sich eine Anreise über den Ilmtalradweg an, der nicht weit vom Singerberg entfernt durch das Ilmtal verläuft. Eine Kombination aus Radtour und Gipfelbesteigung ist also durchaus möglich.
Am Ende gilt: Der Singerberg ist kein Berg, der sich versteckt und wer ihn besucht hat wird den Gipfel in der Thüringer Landschaft mit anderen Augen sehen.