Gäste aus Norwegen tragen sich ins Gästebuch der Stadt ein
Die Eintragung ins Gästebuch der Stadt Erfurt stellt ein Höhepunkt der geplanten norwegischen Woche in Erfurt dar. Es werden Gäste aus verschiedenen Regionen erwartet, die durch zwei Kooperationen Beziehungen zu Erfurt pflegen. Die norwegische Woche wird vom Staatlichen Schulamt Mittelthüringen gemeinsam mit seinem Erasmus Plus-Partner, dem Amt für Bildung Erfurt, vom 24. bis 26. Februar 2026 ausgerichtet.
In das Programm der norwegischen Woche sind zwölf Schulen und Partnereinrichtungen aktiv eingebunden. Erwartet werden elf norwegische Gäste. Zudem absolvieren derzeit vier norwegische Auszubildende im Erzieherbereich ein dreimonatiges Praktikum an Grundschulen in Erfurt. Fünf Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe sind aktuell als Gastschüler am Albert-Schweitzer-Gymnasium.
Jedes Jahr im Oktober reisen Schüler von der Askøy Videregående Schule bei Bergen (Norwegen) nach Erfurt an. Sie absolvieren in einem Schuljahr einen Teil ihrer Ausbildung zum Elektroniker und zum Mechatroniker an der Andreas-Gordon-Schule. Darüber hinaus werden ihnen Praxisphasen in Erfurter Betrieben ermöglicht.
Die Kooperation wurde im Jahr 2013 erweitert, indem Austauschschüler ein komplettes Schuljahr am Albert-Schweitzer-Gymnasium verbringen, das deutsche Schulsystem kennenlernen sowie Einblick in deutsche Sprache und Kultur bekommen.
Zum anderen ist seit 2022 ist das Staatliches Schulamt Mittelthüringen für ein Erasmus Plus-Projekt akkreditiert. Die Besonderheit dieses Projekts liegt in seiner Struktur: Schulen im Aufsichtsbereich des Schulamts erhalten dadurch einen niedrigschwelligen und praxisnahen Zugang zu Erasmus Plus-Erfahrungen und internationaler Zusammenarbeit. Mit 25 Schulen im Jahr 2022 gestartet, verfügt das Projekt mittlerweile über 49 Partnerschulen in seinem Netzwerk.
Ziel der laufenden Projektwoche ist es, bestehende internationale Kooperationen wertzuschätzen, zu festigen und weiterzuentwickeln sowie neue schulische Partnerschaften im europäischen Bildungsraum anzubahnen. Durch die gezielte Einbindung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften wird ein aktiver Beitrag zum Ausbau der europäischen Bildungslandschaft und zur nachhaltigen Verankerung internationaler Bildungsarbeit geleistet.
Darüber hinaus stärkt die Projektwoche die Sichtbarkeit und Wahrnehmung des Erasmus Plus-Programms an den beteiligten Schulen. In gemeinsamen Unterrichtsprojekten, Begegnungen und Austauschformaten erhalten zahlreiche Kinder und Lehrkräfte direkten Kontakt zu norwegischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften.
Langfristig unterstützt die Projektwoche die Motivation zur aktiven Teilnahme an Austauschprogrammen, fördert den Transfer internationaler Impulse in den Schulalltag und stärkt die internationale Öffnung der beteiligten Schulen.
Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt