Sonderausstellung im Naturkundemuseum Erfurt
Tagebücher, Fotos und Manuskripte der Verhaltensforscher werden gezeigt
Damals lebten die Eheleute Heinroth von 1904 bis 1932 nicht mit Menschen, sondern mit Vogelindividuen der verschiedensten Arten zusammen, die sie vom Ei an bis zur Selbstständigkeit begleiteten. In ihrer WG gab es jeden Tag neue Abenteuer: Mauersegler kreisten durchs Wohnzimmer, ein Specht hackte Löcher in den Wohnzimmerschrank, der Birkhahn balzte auf dem Balkon, ein Baumläufer kletterte am Hosenbein des Hausherrn empor. Die Dokumente dieses Zusammenlebens befinden sich in der Staatsbibliothek Berlin im Nachlass Oskar Heinroth. Ihre Bedeutung liegt darin, dass sie die frühe Entwicklung des Faches Verhaltensforschung aufzeigen.
Zur Eröffnung gibt es neben Grußworten auch einen einführenden Vortrag durch Dr. Karl Schulze-Hagen (Mönchengladbach). Gemeinsam mit Dr. Gabriele Kaiser, Dr. Katrin Böhme und Klaus Nigge hat er die Sonderausstellung kuratiert. Die Ausstellung ist in enger Zusammenarbeit mit der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, dem Museum für Naturkunde Berlin und dem Naturkundemuseum Potsdam entstanden.
Öffentliche Kuratorenführungen begleiten die Präsentation. Dr. Christoph Unger, Kurator für Ornithologie und Malakologie am Naturkundemuseum Erfurt, führt die Besucherinnen und Besucher am 18. Februar, 12. März, 8. und 23. April jeweils um 16:40 Uhr durch die Schau. Dr. Gabriele Kaiser (Staatsbibliothek zu Berlin) ist am 13. Februar um 13:00 Uhr sowie am 3. Mai um 15:00 Uhr für eine Führung zu Gast in Erfurt.
Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt