Foto: Eine Seniorin am Telefon/Archiv ich liebe Erfurt, KI-Generiert

LPI-EF: Erfurt/ Sömmerda (ots)

In Sömmerda und in Erfurt versuchen Betrüger aktuell vermehrt ihre Opfer mit zwei bekannten Betrugsmaschen zu täuschen. Der Polizei sind dabei drei Fälle bekannt geworden, bei denen die Taten nur knapp verhindert wurden.

Am vergangenen Wochenende versuchten bislang unbekannte Täter mit einer bereits bekannten Betrugsmasche an Beute zu gelangen. Die Unbekannten gaben sich am Samstag (26.09.2026) als Polizeibeamte aus und gelangten in die Wohnung einer 82-jährigen Frau in Sömmerda. Die Täter täuschten die Seniorin mit einem gefälschten Dienstausweis und behaupteten, dass es in der Wohnung der Geschädigten zu einem Einbruch gekommen sei. Dabei sollen die Täter Bargeld entwendet haben. Die 82-Jährige lies die vermeintlichen Beamten in ihre Wohnung. Diese durchsuchten anschließend die Wohnräume, glücklicherweise ohne dabei Beute zu machen.

In Erfurt wurden Senioren in den vergangenen Tagen durch eine besonders perfide Betrugsmasche getäuscht.

Am Montag (28.10.2026) rief eine Bankangestellte die Polizei in den Erfurter Norden. Eine 85-jährige Kundin hatte versucht 30.000 Euro Bargeld von ihrem Konto abzuheben. Unbekannte hatten der 85-Jährigen zuvor in einem Telefonat vorgegaukelt, dass ihr Sohn Bargeld für eine angebliche Operation in der Schweiz benötigen würde. Die Angestellte wurde stutzig, stellte die entscheidenden Fragen und verhinderte somit einen Betrug mit hohem Schaden für die Seniorin.

Gestern Abend (01.10.2026) wurde ein Erfurter Ehepaar zum Ziel von Betrügern. Die Täter gaben sich abermals als Ärzte aus und verlangten von den Geschädigten einen sechsstelligen Geldbetrag, welcher angeblich für eine lebensnotwendige Krebstherapie ihrer Tochter in der Schweiz benötigt werden würde. Auch dieses Ehepaar wurde erfolgreich getäuscht. Glücklicherweise erschienen die Täter jedoch nicht zur vereinbarten Geldübergabe.

Diese aktuellen Fälle zeigen erneut, dass die Betrüger äußerst professionell und überzeugend vorgehen. Sie setzen ihre Opfer gezielt unter Zeitdruck und versuchen, Zweifel im Gespräch sofort auszuräumen. Echte Ärzte, Krankenhausmitarbeiter, Polizisten oder Staatsanwälte fordern am Telefon niemals Bargeld für Behandlungen, Kautionen oder andere angeblich dringende Zahlungen. Beenden Sie solche Gespräche sofort, lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und kontaktieren Sie Angehörige unter der Ihnen bekannten Telefonnummer. Im Zweifel verständigen Sie die Polizei unter der Notrufnummer 110. Scheuen Sie nicht davor, Hilfe anzunehmen und sich an die Polizei zu wenden. (SO)