Foto: Hauptbahnhof/Archiv ich liebe Erfurt
BPOLI EF: Erfurt, Erfurt Hauptbahnhof (ots)
Wegen dem Gegenwert von Dosenpfand brachte sich ein Mann am Mittwoch im Erfurter Hauptbahnhof in Lebensgefahr. Eine Streife der Bundespolizei erkannte von weitem, wie er über die Bahnsteigbegrenzung kletterte und sich in den Gleisbereich begeben hat. Zur gleichen Zeit fuhr ein ICE auf dem Bahnsteig ein. Dieser kam ohne Notbremsung auf Grund eines geplanten Halts zum Stehen. Der Mann wurde durch die Streife zum sofortigen Verlassen des Gefahrenbereiches aufgefordert.
Nicht ahnend, welches Glück er in dieser Situation hatte, zeigte er sich uneinsichtig und gab an, doch nur Pfandgegenstände zu sammeln. Da bei dem 39-Jährigen jeder Versuch der Gefahrensensibilisierung abprallte, wurde gegen den Deutschen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen dem unbefugten Betreten der Bahnanlage eingeleitet. Das zu erwartende Verwarngeld in Höhe von 35 Euro übersteigt den Pfandwert einer Dose um ein Vielfaches. In Abwägung, dass er einem persönlichen Schaden für sein Leib und Leben knapp entgangen ist, dürfte dieser Betrag leichter wiegen.
Immer wieder sensibilisiert die Bundespolizei zu Gefahren, die vom Bahnbetrieb und Bahnanlagen ausgehen. Nicht alle Züge halten im Erfurter Hauptbahnhof, sondern passieren ihn mit hohen zweistelligen Geschwindigkeiten. Dritte unterschätzen aus Unwissen oft, dass diese Züge Sogwirkungen entfalten und lange Bremswege haben. Zudem können Züge nicht ausweichen. Das Betreten der Gleisanlagen ist eine der gefährlichsten Handlungen, die man vollziehen kann. Schilder, bauliche Begrenzungen und Markierungen weisen Gefahrenbereiche gut aus, sodass auch Betriebsfremde leicht erkennen können, wo größte Vorsicht walten muss.