Foto: Ein Telefon/Archiv ich liebe Erfurt

LPI-EF: Erfurt (ots)

Telefonbetrüger haben am Freitag (11.09.2026) in Erfurt zwei Seniorinnen um Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von etwa 18.000 Euro gebracht. Dabei nutzten die Täter unterschiedliche Maschen und setzten ihre Opfer gezielt unter Druck.

Im Ortsteil Bindersleben rief ein Unbekannter gegen 11:00 Uhr bei einer 85-Jährigen an und gab sich als Polizeibeamter eines angeblichen Raubdezernates aus. Im Verlauf des Gesprächs erkundigte er sich nach Wertgegenständen im Haus. Schließlich brachte er die Frau dazu, ihre EC-Karte, Bargeld und Schmuck zur vermeintlichen Erfassung durch die Polizei in einem Behältnis vor die Haustür zu stellen. Kurze Zeit später waren die Wertsachen verschwunden. Nur wenige Stunden später wurde eine 74-Jährige im Ortsteil Marbach Opfer eines Schockanrufs. Ein Unbekannter gab sich als Arzt eines Krankenhauses aus und behauptete, ihr Sohn habe einen schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten verursacht. Um eine angebliche Festnahme zu verhindern, müsse eine Kaution in Höhe von 40.000 Euro gezahlt werden. Da die Frau nicht über ausreichend Bargeld verfügte, übergab sie wenig später Schmuck im Wert von etwa 10.000 Euro an einen unbekannten Abholer.

Die Polizei warnt: Echte Polizeibeamte fragen am Telefon nicht nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen und fordern niemals dazu auf, diese zur Abholung vor die Haustür zu stellen oder an Unbekannte zu übergeben. Auch nach einem Verkehrsunfall verlangen Polizei, Staatsanwaltschaften oder Gerichte keine kurzfristige Kautionszahlung. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und geben Sie keine Auskunft über Ihre finanziellen Verhältnisse. Beenden Sie im Zweifel das Gespräch und kontaktieren Sie Angehörige oder die Polizei über die Notrufnummer 110.

Die Kriminalpolizei hat in beiden Fällen Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen. (DS)