Foto: Rehe auf einem Feld/Archiv ich liebe Erfurt

LPI-EF: Erfurt (ots)

Gleich zwei Wildunfälle innerhalb weniger Minuten nimmt die Polizei zum Anlass, auf die derzeit erhöhte Gefahr durch Wildwechsel hinzuweisen.

Am Dienstagabend (15.09.2026) war ein 37-jähriger Seat-Fahrer gegen 21:15 Uhr im Landkreis Sömmerda auf der Kreisstraße zwischen Kleinmölsen und Udestedt unterwegs gewesen. Plötzlich querte ein Reh die Fahrbahn und wurde von dem Auto erfasst. Das Tier verendete an der Unfallstelle. Am Seat entstand Sachschaden. Beinahe zeitgleich ereignete sich ein weiterer Wildunfall auf der Kreisstraße zwischen Kleinneuhausen und Vogelsberg. Dort kollidierte ein 39-jähriger Kia-Fahrer ebenfalls mit einem Reh, das unvermittelt die Fahrbahn überquerte. Auch dieses Tier verendete und an dem Kia entstand Sachschaden.

Mit den kürzer werdenden Tagen steigt insbesondere in den Morgen- und Abendstunden die Gefahr von Wildwechsel. Autofahrer sollten deshalb vor allem auf Straßen entlang von Feldern und Wäldern sowie in entsprechend ausgeschilderten Bereichen besonders aufmerksam und bremsbereit sein. Taucht Wild am Straßenrand oder auf der Fahrbahn auf, gilt: Geschwindigkeit reduzieren, kontrolliert bremsen, Fernlicht ausschalten und gegebenenfalls hupen. Da Wildtiere häufig nicht allein unterwegs sind, muss mit weiteren Tieren gerechnet werden. Riskante Ausweichmanöver sollten vermieden werden.

Kommt es dennoch zu einem Zusammenstoß, sollte die Unfallstelle mit eingeschaltetem Warnblinklicht und Warndreieck abgesichert und die Polizei verständigt werden. Verletzten Tieren sollte man sich nicht nähern. Ist ein Tier nach dem Zusammenstoß geflüchtet, ist es hilfreich, sich die Fluchtrichtung zu merken und diese der Polizei mitzuteilen. Um die weitere Versorgung des Tieres kümmert sich anschließend der zuständige Jagdausübungsberechtigte. (DS)