Biber in Erfurt

Im Winter wird gefällt

 

Der Biber ist wieder heimisch in Erfurt. Und das ist nicht zu übersehen. Z. B. in der Nördlichen Geraaue. Hier hat der nachtaktive Vegetarier mit dem Beginn der kalten Jahreszeit zahlreiche Bäume gefällt oder ist gerade dabei.

 

Nun ist der Biber bekannt dafür, seine Umwelt aktiv zu Gestallten. Wo der Wasserstand nicht ausreicht, wird dieser mittels Staudämmen erhöht. Wer die gefällten Bäume in der Gera so liegen sieht, könnte auf die Idee kommen, dass genau dies hier geschieht.

Eine Nachfrage beim Amt für Umwelt und Naturschutz der Stadt Erfurt führt zu einer anderen Erklärung:

„Die auffälligen Baumfällungen durch die Biber dienen nicht dem Bau von Dämmen, sondern sind Nahrungsvorräte für die kalte Jahreszeit“.

Zum möglichen Dammbau auf Erfurter Stadtgebiet führt das Amt aus:

„Dämme bauen Biber nur, wenn der Wasserstand zu niedrig zum Schwimmen ist oder sie sich neue Nahrungsflächen erschließen. Dies ist an der Gera nicht der Fall, da sich die Tiere in den Anstaubereichen der Wehre befinden, die ganzjährig genügend Wassertiefe aufweisen“.

Grundsätzlich sieht man die Aktivitäten des neuen Stadtbewohners seitens der Stadtverwaltung entspannt:

„Wir gehen davon aus, dass man sich mit dem Biber ganz gut arrangieren kann und suchen bei Konflikten entsprechende Lösungen“.

Da der Biber anscheinend nicht vorhat, die Stadt unter Wasser zu setzen, klingt das doch realistisch.

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