Ein Besuch im Winter
Wer den Speicher Dachwig besucht, erkennt schnell, dass hier weit mehr als nur ein Teich zu sehen ist. Mit seinen 96 Hektar bietet der Speicher eine beeindruckende Fläche. Ursprünglich als Wasserreservoir für die Landwirtschaft angelegt, dient er heute dem Naturschutz und wird von zahlreichen Vögeln als Rast- und Lebensraum genutzt.

Der Besuch des Speichers kann von Norden oder Süden erfolgen. Von Norden gelangt man über Dachwig zur Staumauer, während der Zugang vom Süden über Großfahner führt. Der Weg zum Wasser ist von dort allerdings recht weit, da ein riesiges Schilfgebiet das Südufer umrandet. Wir entscheiden uns an einem kalten Wintertag für den Weg von Norden. Anfangs waren wir enttäuscht, weil der zugefrorene See wenig Vogelaktivität erwarten ließ. Doch auf dem Eis rasteten dennoch viele Gänse und andere Vögel, die wir beobachten konnten.

Insgesamt ist der Speicher touristisch wenig erschlossen und dient überwiegend dem Wohl von Flora und Fauna. Also steht das Naturerlebnis im Vordergrund. Bei feuchtem Wetter empfiehlt sich festes Schuhwerk, da die Wege matschig werden können. Alles Notwendige sollte man mitbringen – selbst Bänke oder andere Sitzmöglichkeiten sind bei unserem Besuch nicht vorhanden.
Von Erfurt gut erreichbar
Dabei ist der Speicher Dachwig bei Einheimischen, Anglern und Besuchern sehr beliebt. Wer kurz der Stadt entfliehen oder eine andere Umgebung erleben möchte, findet in Dachwig etwa 20 Autominuten von Erfurt entfernt einen passenden Ort.

Auch mit der Bahn ist der Speicher gut erreichbar – die Bahnhaltestelle Dachwig liegt zwischen Dorf und Speicher. Für Radfahrer eignet sich beispielsweise der Unstrutradweg zur Anreise: Von Herbstleben geht es nach Dachwig und über die Bundesstraße 176 von dort zum Speicher. Eine weitere Möglichkeit bietet die Route von Norden über Großfahner: Die Wege sind größtenteils asphaltiert und führen erst in der Nähe des Sees über Wiesen und Feldwege.
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