Foto: Erdmännchen/Thüringer Zoopark Erfurt

Die hochbetagte Königin Kisha lebt nicht mehr

 

Ganz schön was los bei den Erdmännchen! Die Männchen laufen und hüpfen aufgeregt umher. Seit gut einer Woche bewohnen drei neue, weibliche Erdmännchen die Kolonie. Die Neuankömmlinge sorgen bei ihren männlichen Artgenossen für die nervöse Stimmung – denn eine neue Königin muss nun gefunden werden! Das bestimmen allerdings nicht die Männchen, sondern machen die Weibchen unter sich aus.
Die hochbetagte Königin Kisha, die mit 13 Jahren ein für Erdmännchen geradezu biblisches Alter erreichte, lebt nicht mehr. Der Zoopark kümmerte sich rasch um Zuwachs: Die Tiere kommen aus Krefeld und sind drei Jahre alt – also im besten Alter um Nachwuchs zu bekommen. Im natürlichen Lebensraum der Erdmännchen hält die Kolonie der Männchen in ihrem Gebiet dann Ausschau, bis mindestens ein Weibchen auf der Suche nach dieser Aufgabe zufällig bei der Kolonie vorbeischaut. So waren auch die Erdmännchen im Zoopark in den letzten Tagen sehr mit dem Ausschauhalten beschäftigt, liefen viel herum. Das konnten die Besucher gut beobachten.

Es kann nur eine geben

 

Da Erdmännchen in einem strengen Regime leben, werden nur eine Königin und ein König geduldet: „Das ranghöchste Weibchen und Männchen bilden das Königspaar. Nur ihnen ist es erlaubt, Jungtiere zu bekommen. Die restlichen Bewohner sind Helfer am Nest. Sie dürfen die Jungtiere mit versorgen“, erklärt Kuratorin Dr. Heike Maisch.
Erdmännchen haben eine Tragzeit von 77 Tagen. Sie können bis zu fünf Jungtiere in einem Wurf haben. Wer neues Königspaar wird, zeigt sich in den nächsten Tagen. Ob es dann dieses Jahr noch Nachwuchs gibt, bleibt abzuwarten. Sowohl die Erfurter Männchen als auch die Krefelder Weibchen haben schon bei der Aufzucht von Jungtieren in ihren Erdmännchenclans geholfen. Beste Voraussetzungen für eine neue Kolonie! Übrigens: Namen haben die drei Neuen noch nicht.

 

Quelle: Thüringer Zoopark Erfurt

 

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