Foto: Blick auf den Siedlungsbereich von Haithabu mit rekonstruierten Häusern und Landebrücke in der Bildmitte und dem umgebenden, Baum bestandenen Wall im Hintergrund. Foto: © Foto: Tom Körber © Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

Am Dienstag, dem 1. März, um 19:30 Uhr, lädt die Alte Synagoge zu einem weiteren Online-Vortrag im Rahmen von „Arain! Der Erfurter Synagogenabend“ ein. Thema ist das „Wikingerzeitliches Welterbe Haithabu und Danewerk“.

 

Vortrag von Dr. Matthias Maluck

 

Der Vortrag von Dr. Matthias Maluck (Leiter der Abteilung für Raumplanung und internationale Projekte sowie Welterbebeauftragter für Haithabu und Danewerk im Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein) erzählt die 150-jährige Forschungsgeschichte der Stätten und geht auf ihre wechselnde und spannende Interpretation und Rezeption über die Jahrhunderte bis heute ein. Ein Blick auf die zahlreichen aktuellen Projekte zum Schutz und zur besseren Erlebbarkeit der Denkmale und ihrer Umgebung runden die Übersicht ab.

Vor über 1.000 Jahren, in der Wikingerzeit, sicherten Haithabu und Danewerk an der schmalsten Stelle zwischen Ost- und Nordsee, der Schleswiger Landenge, das Grenzgebiet zwischen Skandinavien und Mitteleuropa. Das Handelszentrum Haithabu war in die kilometerlangen Wallanlagen des Danewerks einbezogen, das als Grenzbefestigung diente und über Jahrhunderte immer wieder ausgebaut wurde. Haithabu war der zentrale Handels- und Verkehrsknotenpunkt in Nordeuropa und ein Musterbeispiel für ein Emporium als frühes städtisches Handelszentrum. Die außergewöhnlich gut erhaltenen archäologischen Überreste dienen der Wissenschaft immer noch als Quelle für viele wichtige Erkenntnisse zur Wikingerzeit. 2018 wurden die Stätten in die Welterbeliste der Unesco eingetragen.

Interessierte können sich per E-Mail an welterbe@erfurt.de anmelden und erhalten im Anschluss den Link. Der Vortrag wird auch auf dem Youtube Kanal „erfurtkultur“ übertragen.

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt

 

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