Für 9 Euro einen Monat lang bundesweit den Nah- und Regionalverkehr nutzen – egal, ob Evag-Abonnent oder ÖPNV-Neukunde – das ermöglicht das 9-Euro-Ticket. Seit rund einem Monat läuft die Aktion. Die Erfurter Verkehrsbetriebe ziehen eine Zwischenbilanz.

Erfurter Verkehrsbetriebe ziehen Zwischenbilanz

„Wir freuen uns, dass das 9-Euro-Ticket in Erfurt so gut ankommt“, sagt Evag Vorstand Myriam Berg. Bis 30. Juni verkaufte ihr Unternehmen 76.765 der günstigen Monatsfahrscheine. Mit den rund 30.000 Abonnenten der Evag, die ganz automatisch von den Vorteilen des 9-Euro-Tickets profitieren, macht sich dies auch an den Fahrgastzahlen bemerkbar. Im Juni verzeichnete die Evag rund 16 Prozent mehr Fahrgäste als im Mai. Myriam Berg: „Wir haben in etwa wieder so viele Fahrgäste wie vor der Corona-Pandemie. Das ist für uns ein wichtiger Meilenstein, so kann es gerne weitergehen.“

Sie hofft, dass auch nach dem Ende der 9-Euro-Tickets mehr Menschen den ÖPNV in Erfurt nutzen. „Wer unsere Busse und Bahnen nutzt, kommt nicht nur bequem und pünktlich ans Ziel, er leistet auch einen Beitrag zum Umweltschutz“, sagt Myriam Berg. „Und wer sich bis zum 31. Oktober 2022 für ein Abo bei uns entscheidet, sichert sich mit dem Aktionscode ,Bonus 35‘ ganze 35 Euro.“, so Berg

Der Erfurter ÖPNV ist attraktiv – und benötigt dafür weitere Investitionen

Die 90 Evag-Stadtbahnen fahren im 10-Minuten-Takt, mit 100 % Naturstrom, sind pünktlich und zuverlässig. In die Bahnen und Busse kann barrierefrei ein- und ausgestiegen werden, fast alle Stadtbahn-Haltestellen sind barrierefrei ausgebaut. Um diesen Standard zu halten, auszubauen und noch umweltfreundlicher zu werden, bedarf es neben personeller auch erheblicher finanzieller Anstrengungen.

Dazu machen die aktuell stark steigenden Energie- und Spritpreise sowie die Inflation auch vor den Erfurter Verkehrsbetrieben nicht Halt. Gleichzeitig ist es das Ziel, den Fuhrpark zu erweitern und die Attraktivität des ÖPNVs in Erfurt zu erhöhen. Dazu plant die Evag die Beschaffung zehn weiterer Tramlink-Straßenbahnen und die Umstellung der Busflotte auf Hybrid- bzw. Elektrofahrzeuge.

Myriam Berg: „Das können wir nicht alleine stemmen. Das geht nur mit Unterstützung des Landes und des Bundes. Thüringen muss sich klar zum ÖPNV bekennen. Eine Klima- und Mobilitätswende kann nur erreicht werden, wenn auch investiert wird. Dafür setze ich mich ein.“

 

Quelle: SWE Stadtwerke Erfurt GmbH via Aktuelle Meldungen der Landeshauptstadt Erfurt

 

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