Foto: Blick in die Ausstellung/Stadtverwaltung Erfurt, D. Urban

 

Am Dienstag, dem 21. April, lädt der Erfurter Kunstverein um 18:30 Uhr zu einem Vortrag in der Reihe „Redezeit. Kunst in der Debatte“ in die Kunsthalle Erfurt ein (Eintritt frei). Thematisch knüpft der Vortrag „Die Kunst des Messens: Was wissen wir (nicht) über häusliche Gewalt?“ an die aktuelle Ausstellung „Franziska Greber: Women in the Dark – Aufruhr des Schweigens“ an, die noch bis 31. Mai zu sehen ist.

Vortrag beleuchtet methodische Herausforderungen in der Wissenschaft

Referentin Dr. Müge Süer, Postdoktorandin am Institut für Wirtschaftsforschung (IWF) Halle/Saale, spricht über die wissenschaftliche Erforschung häuslicher Gewalt. Konfrontiert mit hohen Dunkelziffern, ethischen Barrieren und einer tiefen psychologischen Komplexität birgt diese eine Reihe von Schwierigkeiten. Bestehende Kennzahlen zeigen zwar, wie groß das Problem ist, erfassen aber kaum die Lebenswirklichkeit jener Frauen, die im Verborgenen bleiben. Der Vortrag beleuchtet die methodischen Herausforderungen und zeigt, warum Berichterstattung über die Schwere häuslicher Gewalt so schwierig ist.

„Women in the Dark“ ist ein internationales, partizipatives und transdisziplinäres Kunstprojekt der Schweizer Künstlerin Franziska Greber, das sich gegen Diskriminierung und Gewalt richtet. Es trägt die Stimmen von Frauen weltweit in die Öffentlichkeit. 2016 in Simbabwe initiiert, wurde das Projekt seither in China, Indien, Chile, Mauritius, den Seychellen, der Schweiz und in Deutschland in enger Kooperation mit Frauen- und Menschenrechtsorganisationen umgesetzt. In der Kunsthalle Erfurt werden die Erzählungen der Frauen und das Thema in vielfältigen Installationen, Objekten, Videos und Audiobeiträgen unmittelbar erfahrbar.

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt