Foto: Die Außenanlagen sind bereits fertiggestellt/Stadtverwaltung Erfurt
Die Sanierung und der Umbau der Kita 54 in der Sofioter Straße gehen in die finale Phase. In den kommenden Wochen werden noch letzte Arbeiten im Gebäude abgeschlossen, bevor die Kita „Haus der bunten Träume“ voraussichtlich Ende Oktober in ihr neues Gebäude einziehen kann.
Aktuell stehen vor allem die Fertigstellung der Böden und verschiedene Ausbauarbeiten auf dem Programm. Noch in dieser Woche werden die Restarbeiten am Bodenbelag in den Treppenhäusern ausgeführt. Im Mehrzweckraum im Untergeschoss fehlen ebenfalls noch der Bodenbelag und die Prallwand. Darüber hinaus sind verschiedene Feinarbeiten zu erledigen, darunter die Montage von Steckdosen in den Einbaumöbeln sowie die Beschilderung der Räume und der Einbau des Schließsystems. Parallel dazu wird derzeit die Küche montiert. Auch der Fahrstuhl muss noch in Betrieb genommen werden.
„Bei einer Sanierung dieser Größenordnung sind die letzten Schritte besonders wichtig. Viele der jetzt noch ausstehenden Arbeiten erscheinen auf den ersten Blick klein, sind für einen funktionierenden und sicheren Kita-Alltag aber entscheidend. Wir arbeiten die einzelnen Punkte Schritt für Schritt ab, damit das Gebäude am Ende gut vorbereitet an die Kita übergeben werden kann“, erklärt Arne Ott, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement.
Ganz zum Abschluss wird der Maler noch einmal durch das gesamte Gebäude gehen und letzte Ausbesserungen vornehmen. Dieser abschließende Rundgang ist unmittelbar vor dem Umzug vorgesehen.
Eine Besonderheit der neuen Kita sind die fest eingebauten Möbel in den Gruppenräumen sowie die Garderoben in den Fluren. In den Fensterbereichen befinden sich großzügige Sitz- und Aufenthaltskuben, die den Kindern unterschiedliche Möglichkeiten bieten – zum Lesen, Kuscheln, Träumen oder einfach zum Zurückziehen und Beobachten.
Eine weitere Besonderheit ist die verbaute Fußbodenheizung. Gerade bei der Sanierung älterer Typenbauten ist der Einbau einer Fußbodenheizung aufgrund der vorhandenen baulichen Gegebenheiten oft nicht realisierbar. In der Kita 54 konnte diese moderne und komfortable Lösung jedoch umgesetzt werden, da die gewählte Fußbodenheizung mit einer besonders geringen Aufbauhöhe auskommt.
Auch das Farbkonzept ist bewusst zurückhaltend gestaltet. Verschiedene Grüntöne greifen die Natur auf und finden sich an Wänden, Einbaumöbeln und den Sitzfenstern wieder. Auf eine bewusst sehr bunte Gestaltung wurde verzichtet.
„Wir wollten Räume schaffen, die Kindern viele Möglichkeiten eröffnen, ohne sie mit Farben und Gestaltung zu überladen. Die Kinder selbst bringen schließlich die Farbe und das Leben in die Kita. Die unterschiedlichen Grüntöne stellen zugleich eine Verbindung zur Natur her, die sich auch im Außenbereich wiederfindet“, sagt Matthias Bärwolff, Dezernent für Bau, Verkehr und Umwelt.
Aus den gemütlichen Sitzfenstern können die Kinder direkt in den Außenbereich schauen. Damit wird die Verbindung zwischen Innen- und Außenraum auch im Alltag erlebbar.
Besonders hervor sticht der neu gestaltete Außenbereich. Dieser ist kindgerecht und abwechslungsreich angelegt und in einen Bereich für die Krippe und einen Bereich für den Kindergarten gegliedert. Natürliche Materialien sorgen dafür, dass sich der Außenbereich harmonisch in die Umgebung mit ihrem gewachsenen Baumbestand einfügt.
„Die Kita soll ein Ort sein, an dem sich Kinder sicher und wohl fühlen und gleichzeitig ihre Umgebung entdecken können. Der naturnah gestaltete Außenbereich bietet dafür vielfältige Möglichkeiten. Die Aufteilung in einen Krippen- und einen Kindergartenbereich berücksichtigt dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse der Altersgruppen“, so Matthias Bärwolff.
Mit dem Abschluss der Bauarbeiten rückt auch der Umzug näher. Für Ende Oktober ist vorgesehen, dass die AWO die beweglichen Möbel in die Kita einbringt. Diese ergänzen die bereits vorhandenen Einbauten und vervollständigen damit das Gesamtkonzept der Einrichtung.
Damit entsteht an der Sofioter Straße eine moderne Kita, die Funktionalität, kindgerechte Räume und eine naturnahe Gestaltung miteinander verbindet. Sie bietet den Kindern künftig viel Raum zum Spielen, Lernen, Entdecken und Zurückziehen.
Quelle: Landeshauptstadt Erfurt (Originalmeldung)