Foto: Kurator Dr. Christoph Unger/Stadtverwaltung Erfurt, Dirk Urban

 

Die aktuelle Sonderausstellung „Die Vogel-WG“ im Naturkundemuseum präsentiert noch bis zum 3. Mai die unglaubliche Geschichte der zwei Naturforscher Oskar und Magdalena Heinroth. Zwischen 1904 und 1932 zogen sie in ihrer Berliner Mietwohnung die Küken von über 280 verschiedenen Vogelarten auf und beobachteten dabei wissenschaftlich ihre Entwicklung. Am 8. sowie am 23. April lädt Kurator Dr. Christoph Unger um 16:30 Uhr zu zwei Sonderführungen durch die Ausstellung ein und geht darin auch auf die Bedeutung der Heinroths in der Geschichte der ornithologischen Forschung ein.

Außergewöhnliche Ausstellung im Naturkundemuseum

Die Ausstellung zeigt das hautnahe Zusammenleben der Forscher mit den unterschiedlichsten Vögeln vom winzigen Zaunkönig bis zum riesigen Seeadler anhand von Tagebüchern und Foto-Serien, die aus einem der ungewöhnlichsten Nachlässe der Staatsbibliothek stammen.

In der ungewöhnlichen Wohngemeinschaft gab es jeden Tag Slapstick-Einlagen: Mauersegler kreisten durchs Wohnzimmer, ein Specht hackte Löcher in den Schrank, der Birkhahn balzte auf dem Balkon, ein Baumläufer kletterte am Hosenbein des Hausherrn empor. Der Waldkauz versuchte immer zur vollen Stunde den Kuckuck aus der Uhr zu fangen, was ihm allerdings nie gelang.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Staatsbibliothek zu Berlin und den Naturkundemuseen Berlin und Potsdam.

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt