Foto: Grafik/Stadtverwaltung Erfurt
Obdachlosigkeit kann jeden ereilen. Diese Kernbotschaft steckt in dem Dokumentarfilm „Hausnummer null“ der Berliner Regisseurin Lilith Kugler. Durch die Zusammenarbeit der Streetworker der Stadtverwaltung Erfurt mit dem alternativen Kulturort Schambrowski und dem soziokulturellen Zentrum Kalif Storch wird der mehrfach preisgekrönte Film am Freitag, 6. November, im Kalif Storch am Zughafen kostenfrei zu sehen sein. Auch die Regisseurin wird vor Ort sein.
Der Film handelt von dem Obdachlosen Chris, der gemeinsam mit seinem Kumpel Alex in Berlin auf der Straße lebt, umsorgt von der gesamten Nachbarschaft. Doch er ist suchtkrank und schafft es nicht, sich aus dem Teufelskreis zu befreien. Erst als er aufgrund seiner Drogensucht knapp dem Tode entrinnt, beschließt er, dass er weg von den Drogen und weg von der Straße muss.
„Dieser Film zeigt eindrucksvoll, dass Obdachlosigkeit kein abstraktes Szenario irgendwelcher Menschen in Großstädten ist, leider reicht oftmals ein persönlicher Schicksalsschlag und das gewohnte Leben und Umfeld eines Menschen bricht zusammen. Es kann also jeden ereilen“, sagt Nico Rosenkranz, Streetworker im Erfurter Amt für Soziales.
Auch in Erfurt ist das Thema Obdachlosigkeit in den vergangenen Jahren präsenter geworden, denn obdachlose Menschen oder deren Lager sind sichtbarer geworden. „Das liegt zum einen daran, dass informelle Rückzugsorte wie der ehemalige Schlachthof an der Greifswalder Straße aufgrund von Baumaßnahmen wegfallen sind, aber auch weil es gerade viele soziale Unsicherheiten in unserer Gesellschaft gibt“, sagt Nico Rosenkranz.
Daher sei es wichtig, das Thema präsent zu halten, um die Lage der betroffenen Menschen nachhaltig verbessern zu können. In der Stadtverwaltung dafür zuständig ist unter anderem das Sachgebiet Wohnungsnotfallhilfe, das präventiv sowie konkret unterstützend für Menschen in solchen sozialen Schwierigkeiten arbeitet.
Der Dokumentarfilm „Hausnummer null“ läuft am Freitag, 6. November, ab 19:00 Uhr kostenfrei im Kalif Storch. Nach der Filmvorführung wird die Regisseurin Lilith Kugler zusammen mit Vertretern des Amtes für Soziales und aus der lokalen Politik für eine Podiumsdiskussion zur Verfügung stehen.
Mehr Informationen zur Wohnungsnotfallhilfe in Erfurt gibt es unter www.erfurt.de/ef145958.
Quelle: Landeshauptstadt Erfurt (Originalmeldung)