Foto: Gleichstellungsbeauftragte Susette Schubert/Stadtverwaltung Erfurt

Erstmals begleitet in diesem Jahr eine Kampagne gegen K.O.-Tropfen das Erfurter Oktoberfest. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Erfurt, Susette Schubert, hat die Initiative gemeinsam mit der Kulturdirektion und weiteren engagierten Akteuren ins Leben gerufen, um unter dem Titel „No K.O.! Erfurt passt auf!“ über die Gefahren von K.O.-Tropfen aufzuklären und für gegenseitige Aufmerksamkeit und Unterstützung zu sensibilisieren.

„Feiern soll Spaß machen und ein sicheres Gefühl geben. Niemand sollte Angst haben müssen, Opfer von K.O.-Tropfen und möglichen weiteren Übergriffen zu werden“, sagt Susette Schubert. Mit unserer Kampagne wollen wir deshalb informieren und eine Kultur des Hinschauens und Miteinanders stärken.“

Der Auftakt am 25. September 2026 zum Erfurter Oktoberfest ist bewusst gewählt. Wo viele Menschen gemeinsam feiern, ist es besonders wichtig, aufmerksam zu sein und aufeinander zu achten. Anlass für die Kampagne ist auch ein im vergangenen Jahr bekannt gewordener Fall, bei dem einer Frau im Festzelt K.O.-Tropfen verabreicht wurden.

Unter dem Motto „Aufmerksam sein. Hinschauen. Aufeinander achten.“ informiert die Kampagne darüber, wie Risiken verringert werden können und was im Verdachtsfall zu tun ist. Im Festzelt machen Plakate, Postkarten und Bierdeckel auf die Gefahren von K.O.-Tropfen aufmerksam, geben hilfreiche Informationen und nennen wichtige Notrufnummern.

Während des Oktoberfestes sind erneut die Erfurter Nachteulen vor Ort und stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung. Für zusätzliche Sicherheit sorgt auch in diesem Jahr die App SafeNow: Das Festzelt auf dem Domplatz ist als SafeNow-Zone eingerichtet. Wer sich unwohl, unsicher oder bedroht fühlt, kann darüber auf Knopfdruck Unterstützung erhalten.

Der Auftakt beim Oktoberfest ist Teil einer langfristig angelegten städtischen Kampagne. Parallel startet ebenfalls am 25. September das Präventionsprojekt „K.O.-Tropfen – gefahrlos Feiern ohne Knockout“ des Jugendamtes Erfurt an der Gemeinschaftsschule 10. Damit wird das Thema im Rahmen des Jugendschutzes aufgegriffen und schrittweise an weitere Erfurter Schulen getragen.

„Prävention funktioniert nur gemeinsam und dauerhaft“, betont Schubert. „Wir wollen erreichen, dass Sicherheit, gegenseitige Aufmerksamkeit und Unterstützung selbstverständlich werden – beim Feiern, im Freundeskreis und überall dort, wo Menschen zusammenkommen.“

Quelle: Landeshauptstadt Erfurt (Originalmeldung)