Foto: Agathe-Team Erfurt: Felicitas Kaonga, Lena Kropp, Simone Hofmeister (Koordinatorin), Silke Wardius, Susann Henckell, Anja Bender (v. l.)/Stadtverwaltung Erfurt

 

Mit Herzblut im Einsatz für die Bedürfnisse von Senioren

Meist geht es um Pflege, soziale Kontakte, Freizeitgestaltung oder auch Behördenangelegenheiten, den digitalen Alltag und Altersarmut. Seit Beginn des Programmes im Jahr 2021 haben die Agathe-Beraterinnen in Erfurt fast 5.000 Beratungen durchgeführt und damit an die 2.000 Seniorinnen und Senioren durch Hausbesuche, persönliche und telefonische Kontakte erreicht.

Agathe-Programm stärkt seit fünf Jahren Teilhabe älterer Menschen

„Das Agathe-Programm hat mich in meiner Persönlichkeit gestärkt, weil ich als Witwer so Kontakt zu anderen Menschen bekommen habe und neue Freundschaften schließen konnte“, sagt Norbert Hartung vom Wiesenhügel. Er nutzt das Angebot der Agathe-Beraterin Lena Kropp, die für Melchendorf und den Wiesenhügel zuständig ist.

„Wir unterstützen ältere Menschen in Erfurt dabei, so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben und mehr Gemeinschaft als Einsamkeit zu erleben“, sagt Lena Kropp, eine von fünf Agathe-Beraterinnen in Erfurt.

Ins Leben gerufen wurde Agathe 2021 als Antwort auf die Herausforderung der alternden Gesellschaft. Besonders die zunehmende Gefahr von Einsamkeit im Alter steht dabei im Fokus. Durch individuelle Beratung, persönliche Kontakte und die Vermittlung passender Unterstützungsangebote tragen die Beraterinnen dazu bei, soziale Isolation zu verhindern und die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern. Die Beratung ist kostenfrei.

Die Thüringer Landesregierung und die Stadt Erfurt setzen ihre Unterstützung für das Agathe-Programm fort. Die Stadt Erfurt ist von Anfang an als Träger mit dabei. Durch das Amt für Soziales wird das Programm koordiniert und vom Jesus-Projekt Erfurt e. V. und Mit Menschen e. V. durchgeführt.

Die Agathe-Mitarbeiterinnen beraten zu Leistungsansprüchen und Antragswesen (z. B. Pflegegrad, Schwerbehinderung, Wohngeld), vermitteln haushaltsnahe Dienstleistungen und Fahrdienste, helfen bei der Kommunikation mit Behörden, geben Tipps zur persönlichen Vorsorge, verweisen an Experten zu Themen wie Patientenverfügung und stellen den Vorsorgeordner des Sozialministeriums zur Verfügung. Sie unterbreiten Freizeit-, Aktivitäts- und Gemeinschaftsangebote, Seniorennachmittage, altersentsprechende Sportangebote, gemeinschaftliche Spaziergänge, Treffen mit Gleichgesinnten und helfen bei der Nutzung von medialen Angeboten (Smartphone, PC usw.).

Das Sozialprogramm wurde als einziger Beitrag Thüringens für die Weltausstellung Expo 2025 in Osaka ausgewählt. Damit präsentierte sich Thüringen auf internationaler Bühne mit einem Projekt, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und innovative Wege gegen Einsamkeit im Alter aufzeigt.

Quelle: Aktuelle Meldungen der Landeshauptstadt Erfurt