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Polizei vollstreckt 123 Haftbefehle

LPD-EF: Erfurt (ots)

Mit einem landesweiten Fahndungstag ist die Thüringer Polizei am 5. November 2026 erneut gegen offene Haftbefehle vorgegangen. Beim zweiten Landesfahndungstag des Jahres waren Polizeikräfte aus dem gesamten Freistaat im Einsatz. Die Bilanz: 123 vollstreckte Haftbefehle bei insgesamt 97 Personen.

Von den 97 betroffenen Personen waren etwa zwei Drittel Männer und ein Drittel Frauen. Für 16 Personen führte die Maßnahme unmittelbar in eine Justizvollzugsanstalt und in einem Fall in eine Jugendarrestanstalt. In der Summe verbüßen die Inhaftierten 1518 Tage.

In zahlreichen weiteren Fällen konnte eine Inhaftierung verhindert werden. So machten diese Personen von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Haftbefehle durch Zahlung abzuwenden. Dabei wurden Geldstrafen einschließlich der anfallenden Gebühren in einer Gesamthöhe von 36.144,69 Euro eingezogen.

Die den Haftbefehlen zugrundeliegenden Sachverhalte waren vielfältig. Neben nicht beglichenen Geldbußen handelte es sich unter anderem um Straftaten aus den Bereichen Körperverletzung, Eigentum und Betrug sowie um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Den höchsten Einzelbetrag musste ein 38-jähriger Mann aus dem Raum Nordhausen aufbringen. Gegen ihn lag ein Vollstreckungshaftbefehl wegen Körperverletzung vor. Zur Abwendung der Maßnahme waren 2.400 Euro zu begleichen.

Die meisten Haftbefehle, insgesamt 5, wurden bei einem 70-Jährigen aus dem Bereich Gotha vollstreckt.

Die Thüringer Polizei bewertet den zweiten Landesfahndungstag 2026 als Erfolg. Mit der erneuten landesweiten Maßnahme wurde ein weiterer wichtiger Beitrag zur Durchsetzung rechtskräftiger Entscheidungen geleistet.