Foto: Gelände des Alten Schlachthofs/Stadtverwaltung Erfurt

 

Entwurfsplanung für Schulcampus in der Greifswalder Straße beschlossen

Der zukünftige Schulcampus in der Greifswalder Straße erreicht einen weiteren wichtigen Meilenstein. Die Entwurfsplanung wurde beschlossen, was bedeutet, dass das Vorhaben nun deutlich konkreter wird. Es entsteht ein dreizügiger Schulcampus von der ersten bis zur zwölften Klasse für rund 900 Schülerinnen und Schüler. Der Campus umfasst zwei eigenständige Schulgebäude für Grundschule und Gymnasium sowie eine moderne Sporthalle, die flexibel in drei Spielfelder unterteilt werden kann.

Pädagogisches und räumliches Konzept sind eindeutig definiert

Der aktuelle Stand beim neuen Schulcampus

Nachdem die Aufgabenstellung für die Errichtung des Schulcampus geklärt war, wurde im Juni 2025 die Vorplanung beschlossen. In diesem Schritt wurden die grundlegenden Rahmenbedingungen des Bauvorhabens festgelegt. Dazu zählen die Größe des Campus, die Anzahl und Art der benötigten Räume, die künftige Schülerzahl sowie die Anordnung der Gebäude auf dem Gelände. Grundlage hierfür bildete ein zuvor durchgeführter Wettbewerb, aus dem ein Grundkonzept hervorging, das anschließend weiter ausgearbeitet und präzisiert wurde. „Mit der Vorplanung haben wir festgelegt, was dieser Schulcampus leisten soll und welchen räumlichen Rahmen er braucht“, erklärt Arne Ott, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement. „Darauf konnten wir nun konsequent aufbauen und in den vergangenen Monaten intensiv an der Entwurfsplanung arbeiten.“

Die Entwurfsplanung entspricht der Leistungsphase 3 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), die insgesamt neun aufeinander aufbauende Planungsphasen definiert. In dieser Phase werden unter anderem die Ausstattung der Klassen- und Fachräume festgelegt, das Farbkonzept konkretisiert und die Einbaumöblierung geplant. Gleichzeitig erfolgt die umfassende Koordinierung aller fachlich Beteiligtem, darunter Fachplaner für Heizung, Lüftung und Sanitär, Elektro- und Aufzugstechnik, Tragwerksplaner, Brandschutz, Bauphysik, Küchenplanung, Fachräume sowie Landschaftsarchitektur. „Die Ausarbeitung dieser Leistungsphase weist bereits eine außergewöhnlich hohe Detailtiefe auf, was für so einen frühen Projektstand nicht selbstverständlich ist. Das verschafft frühzeitig Sicherheit für die nächsten Schritte“, erklärt Arne Ott. Formal sind damit nach HOAI rund 25 Prozent des gesamten Bauvorhabens abgeschlossen.

Räumliches und pädagogisches Konzept für alle Jahrgangsstufen

Auch das pädagogische und räumliche Konzept des Schulcampus ist inzwischen eindeutig definiert. Fachräume wie Werken und Schülerküche sowie Kunst, Musik und Biologie sind im Erdgeschoss vorgesehen. Die Unterrichtsräume in den Obergeschossen werden in sogenannten Clustern organisiert, die sich um eine gemeinsame Mitte, das Forum, gruppieren. Diese zentralen Bereiche ermöglichen vielfältige und flexible Lernformen und fördern gemeinsames Arbeiten. „Der Campus soll Lernen in vielen verschiedenen Formen unterstützen und zugleich Orientierung für die Schülerinnen und Schüler bieten“, sagt Arne Ott. Ergänzt werden die Cluster in jedem Obergeschoss durch eine zusammenhängende Anordnung der naturwissenschaftlichen Räume bzw. Differenzierungsräumen in der Grundschule.

Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Gestaltung der Außenbereiche. Die Pausenflächen bieten altersgerechte Angebote für Spiel, Bewegung, Kommunikation, Erholung und Rückzug. Pflanzinseln mit Sitzmauern strukturieren die Flächen und verbinden die unterschiedlichen Pausenbereiche zu einer gestalterischen Einheit.

Derzeit finden auf dem Gelände des künftigen Schulcampus Abrissarbeiten am ehemaligen Schlachthof statt. Diese Maßnahmen sind Teil der vorbereitenden Arbeiten, stellen jedoch noch keinen Beginn des eigentlichen Hochbaus dar. „Während der Abriss sichtbar voranschreitet, arbeiten wir im Hintergrund intensiv an den nächsten Planungsschritten. Derzeit wird die Baugenehmigung vorbereitet, die für das Bauvorhaben erforderlich ist“, so Ott. „Nach Abschluss der Entwurfsplanung folgt nun die Leistungsphase 4, in der der Bauantrag erarbeitet wird. Erst mit der Genehmigung darf schlussendlich gebaut werden.“ Nach aktuellem Stand ist der Baubeginn für 2027 vorgesehen.

Weitere Informationen zu diesem und weiteren laufenden Schulbauprojekten gibt es auf dem Schulbauportal der Landeshauptstadt Erfurt unter www.erfurt.de/schulbauportal.

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt