Foto: Der Dachstuhl/Stadtverwaltung Erfurt

 

Die Zentrale Leitstelle Erfurt hatte für Erfurt, Weimar und den Landkreis Sömmerda im Zeitraum von 18.00 Uhr bis 06:00 Uhr insgesamt 81 Rettungsdiensteinsätze, 51 Brände und acht Hilfeleistungen zu disponieren. Insgesamt gab es 224 Notrufe in dieser Zeit. In der kritischen Zeit 00:00 bis 03:00 Uhr kamen 118 Notrufe in der Leitstelle Erfurt an.

Dachstuhlbrand führt zu Großeinsatz am Domplatz

Die Feuerwehr Erfurt rückte zu insgesamt 42 Einsätzen aus. Der Rettungsdienst war in Erfurt 61-mal im Einsatz. Davon waren es 29 Kleinbrände mit Mülltonnen, Sperrmüll und Hecken/Gras; ein Pkw-Brand, eine abgebrannte Gartenlaube, drei Balkonbrände mit einer verletzten Person durch Rauch und ein Großbrand am Domplatz. Dazu kamen noch sechs Hilfeleistungen sowie mehrere ausgelöste Brandmeldeanlagen durch angebranntes Essen oder Feuerwerkskörper im Haus. Im Einsatz waren beide Löschzüge der Berufsfeuerwehr und zehn Freiwillige Feuerwehren. Die beiden Hauptwachen wurden durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr besetzt. Bereits ab der Mittagszeit kam es wieder zu Kleinbränden von Grasflächen, Hecken und Müllcontainern.

Am Domplatz wurde der historische Gebäudekomplex durch den Dachstuhlbrand schwer beschädigt. Die Brandbekämpfung gestaltet sich schwierig. Im Einsatz war neben der Feuerwehr auch der Rettungsdienst und der Katastrophenschutz-Betreuungszug zur Betreuung der Personen aus den betroffenen Wohnungen. Dazu wurde für die Betreuung und die Versorgung der Einsatzkräfte die Domsporthalle genutzt. Im Einsatz waren insgesamt ca. 100 Einsatzkräfte. Aufgrund der Geruchsbelästigung durch die Rauchentwicklung wurde eine Warnung der Bevölkerung über das Warnsystem Mowas ausgelöst.

„Insgesamt war die Feuerwehr zu mehr und der Rettungsdienst zu etwas weniger Einsätzen als 2024/25 unterwegs“, resümiert Feuerwehrsprecher Lars Angler. „Die Verletzungen durch Feuerwerkskörper jedoch waren in der vergangenen Nacht mit unter anderem zwei Gesichtsverletzungen, drei schweren Handverletzungen, einer Verbrennung am Oberkörper und einer Augenverletzung ähnlich schwer.“

Quelle: Pressemitteilungen der Landeshauptstadt Erfurt