Foto: Beste Meister 2022/Barbara Neumann

Meisterprämie wird seit 2017 für die besten Prüfungsleistungen vergeben

 

Die 30 besten Meisterabsolventinnen und Meisterabsolventen des Thüringer Handwerks sind am
gestrigen Dienstag (12. Juli) mit der höchsten Auszeichnung des Thüringer Handwerks und der
Landesregierung geehrt worden. Aus dem Kammerbezirk Erfurt durften sich 13
Junghandwerkerinnen und Junghandwerker, aus dem Kammerbezirk Ostthüringen zehn und aus
dem Kammerbezirk Südthüringen sieben über die begehrte Meisterprämie in Höhe von 1.000
Euro freuen. Sie wird vom Thüringer Handwerkstag e.V. (THT) und dem Thüringer
Wirtschaftsministerium an die jahrgangsbesten Absolventinnen und Absolventen eines jeden
Gewerks der drei Thüringer Handwerkskammern vergeben.

„Ihren Meisterbrief halten Sie bereits seit einigen Wochen in den Händen. Heute kommt mit der
Meisterprämie ein i-Tüpfelchen obendrauf. Sie haben Leistungswille, Durchhaltevermögen und
Verantwortungsbewusstsein bewiesen. Sie sind der Nachwuchs, den das Handwerk in Thüringen
braucht und der die Zukunft aktiv mitgestaltet“, betonte THT-Vizepräsident Patrick Taubald
während der Feierstunde im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Rohr-Kloster. 426
Handwerkerinnen und Handwerker haben in diesem Jahr ihre Meisterausbildung in Thüringen
abgeschlossen und damit die höchste Stufe auf der Karriereleiter im Handwerk erklommen. Der
Meisterbrief bietet ihnen beste Perspektiven, einen eigenen Betrieb zu gründen oder ein
bestehendes Unternehmen zu übernehmen – und sichert damit den Fortbestand einer der
wichtigsten Säule der Thüringer Wirtschaft. Mit rund 30.000 Betrieben und 150.000
Beschäftigten zählt das Handwerk zum größten Arbeitgeber im Freistaat.
Grußwort des Thüringer Wirtschaftsministers

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee gratulierte den Junghandwerkerinnen und
Junghandwerkern für ihre Bestleistungen. „Der Meistertitel im Handwerk kann völlig zurecht als
Premium-Marke angesehen werden, als Gütesiegel für Qualität im Handwerk – für ihre erbrachte
Leistungen und gute Lehrlingsausbildung“, betonte er. In seinem Grußwort stellte er die
Bedeutung der Meisterqualifikation für den Fortbestand und die wirtschaftliche Entwicklung des
Handwerks in Thüringen in den Fokus. „Thüringen steht in den kommenden Jahren vor
Herausforderungen, für die es auf wirtschaftliche Stärke, Mut zu Innovationen und eine
hervorragende Qualifizierungskultur ankommt. Das Handwerk ist dafür ein strategischer Partner
des Landes“, sagte er. Handwerksförderung und mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen
leisteten einen Beitrag dazu, dass Thüringen in zentralen Handlungsfeldern wie Transformation,
Energiesicherheit, Mobilität oder Klimaschutz sehr konkret vorankomme.

Die Meisterprämie wird seit 2017 vergeben und ist, neben dem Meisterbonus über 1.000 Euro
für alle Absolventinnen und Absolventen eines Jahrgangs und der Meistergründungsprämie, ein
Baustein der Förderung von Meisterinnen und Meister im Freistaat, um die der THT viele Jahre
mit der Landespolitik gerungen hatte. Wer alle Mittel in Anspruch nimmt – und zu den
Jahrgangsbesten gehört – kann mit bis zu 9.500 Euro gefördert werden.
Nachhaltige Förderung der jungen Handwerksgeneration

Die Meisterprämie würdigt Spitzenleistungen, Engagement und Leidenschaft für das Handwerk
und soll verdeutlichen, dass der Thüringer Handwerkstag fest hinter der jungen
Handwerksgeneration und den Betrieben steht, sie wertschätzt und nachhaltig fördert. Darüber
hinaus ist die Meisterprämie ein Signal an die Landes- und Bundespolitik, die berufliche Ausund
Weiterbildung mit dem akademischen Bildungsweg gleichzustellen. Anders als ein Studium
an staatlichen Hochschulen müssen die Fortbildungskosten für die Meisterschule und die
Prüfungen aus der eigenen Tasche bezahlt werden. „Das ist ungerecht und schreckt viele
talentierte Gesellen von dem Schritt ab. Dabei brauchen wir dringend mehr Meister als Master“,
so Patrick Taubald.

Quelle: Handwerkskammer Erfurt

 

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